Wenn Corona auf die Nerven geht

Vorarlberg / 14.11.2022 • 22:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Studie liefert neue Erkenntnisse zu „Neuro-Covid“.

Basel Obwohl das Coronavirus keine Nervenzellen befällt, kann eine Covid-19-Erkrankung laut Uni Basel das Gehirn beeinträchtigen. Bekannte neuronale Langzeitschäden einer Covid-19-Infektion seien der Verlust des Geruchs- und des Geschmackssinns oder noch heftigere Folgen wie anhaltende Konzentrationsschwächen bis hin zu Schlaganfällen. Forscher der Uni und des Universitätsspitals Basel haben nun Mechanismen hinter „Neuro-Covid“ entdeckt.

Für die Studie wurden bei 40 Covid-19-Erkrankten mit unterschiedlich starken neurologischen Symptomen das Nervenwasser sowie Blutplasma untersucht und die Hirnstrukturen vermessen. Dabei haben die Forscher um Gregor Hutter vom Departement Biomedizin einen Zusammenhang mit einer „überschießenden Immunreaktion“ festgestellt. Das habe zum einen eine Beeinträchtigung der Blut-Hirn-Schranke zur Folge gehabt. Vermutet wird, dass durch die löchrige Schranke Autoantikörper ins Hirn gelangten und dort Schäden verursachten. Darüber hinaus seien Veränderungen an Hirnstrukturen festgestellt worden, teilte die Uni Basel am Montag mit. „Das Virus löst eine so starke Entzündungsreaktion im Körper aus, dass diese auf das zentrale Nervensystem überschwappt. Das kann die zelluläre Integrität des Gehirns stören“, fasst Hutter zusammen. Oberstes Ziel müsse daher sein, die überschießende Immunantwort früh zu erkennen und zu bremsen. 

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