Die Wissenschaftler fischen noch immer im Trüben

Vorarlberg / 15.11.2022 • 19:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der SARS-CoV-2-Ursprung gibt weiterhin Rätsel auf.

Wien Bei einer Pandemie mit bisher 635 Millionen Erkrankten und 6,6 Millionen Todesopfern ist die Herkunft der Covid-19-Erreger weiterhin von höchstem Interesse. Doch die Wissenschaft fischt noch immer im Trüben: Laut neuesten Forschungsergebnissen dürften SARS-CoV-2 und Fledermaus-Viren erst vor wenigen Jahren einen gemeinsamen Vorfahren gehabt haben. Doch die Details der Entwicklung bleiben im Dunklen, berichtete jetzt die britischen Wissenschaftszeitschrift “Nature”.

In Singapur fand vor kurzem der 7. World One Health Kongress statt. Dort ging es auch um den Ursprung der Pandemie. Zumindest seit Anfang 2020 sind viele Wissenschafterteams damit beschäftigt, die Erbsubstanz von immer mehr Coronaviren von verschiedenen Säugetierarten zu sequenzieren. Hinzu kommt tiefgefrorenes Gewebematerial mit Coronaviren vergangener Jahre bis Jahrzehnte. Das soll im Endeffekt einen Stammbaum ergeben, über den sich die Herkunft von SARS-CoV-2 zweifelsfrei herleiten lässt.

Wissenschaftler haben mit einem Fledermaus-Virus aus Laos und einem Fledermaus-Virus aus Yunnan im südlichen China die bisher nächsten Verwandten identifiziert. Das eine Genom ist zu 96,8 Prozent mit SARS-CoV-2 identisch, das andere zu 96,1 Prozent. Die drei bis vier Prozent Unterschied deuten darauf hin, dass diese beiden Viren vor 40 bis 70 Jahren einen gemeinsamen Vorfahren gehabt haben.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.