„Keine Sparversion der VS Forach“

Vorarlberg / 15.11.2022 • 17:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vizebürgermeister Markus Fäßler will an der Schule nicht sparen.VN/PES (2)
Vizebürgermeister Markus Fäßler will an der Schule nicht sparen.VN/PES (2)

Vizebürgermeister Markus Fäßler will notfalls dem Budget nicht zustimmen.

Dornbirn Die Planung der neuen VS Forach im Dornbirner Westen steht, wie berichtet, vor einem Dilemma. Die zu erwartenden Kosten übersteigen die Mittel des Budgets, eine komplette Neuplanung des bereits entworfenen Projekts ist aber nicht möglich, da bald die Bagger rollen müssen, um die Schule bis 2026 fertigzustellen. Derzeit wird nach Einsparmöglichkeiten gesucht, die Vergabe der Generalplanung wurde daher erneut um einen Monat verschoben.

VS wird für Jahrzehnte gebaut

Nun hat sich auch Vizebürgermeister Markus Fäßler (SPÖ) zu Wort gemeldet. Es dürfe keine Sparvariante der Schule geben, sagt der Tiefbaureferent, denn „Schulen werden nicht für ein paar Jahre gebaut, sondern sollen jahrzehntelang den Bedürfnissen von Kindern und Lehrerinnen und Lehrern gerecht werden“, kritisiert er das Ansinnen von Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, etwa eine Modulbauweise zu prüfen, die Kosten einsparen könnte.

Es ist naiv zu glauben, dass Einsparungen nichts an der Qualität der Schule ändern. Aber das scheint selbst der FPÖ-Hochbaustadtrat Christoph Waibel zu glauben“, so der Vizebürgermeister weiter. Auch die Grünen nimmt Fäßler ins Visier, „die Kritik der Grünen, die Schule werde am falschen Platz gebaut, ist überhaupt nicht nachvollziehbar“, wie er angibt. Schließlich sei der Boden im Forach überall schlecht, ihr Alternativvorschlag würde zudem den Bodenverbrauch erhöhen. Auch spreche die Lage für den nun gewählten Standort.

SPÖ droht mit Nein zu Budget

„Sollte Bürgermeisterin Kaufmann eine Sparvariante der VS Forach präsentieren oder das Projekt weiter verzögert werden, wird die SPÖ dem Budget 2023 auf keinen Fall zustimmen“, lautet das Fazit des Vizebürgermeisters. Andererseits darf das Schulprojekt natürlich auch nicht das Budget sprengen. Was also tun?

Land und Bund sollen helfen

„Die Baukosten werden wir nicht wegbekommen“, ist sich Markus Fäßler sicher und verweist auf Hilfe von Land und Bund. Neben dem angekündigten Investitionspaket des Landes, von dem auch die Bildung profitieren soll, freue es ihn, dass auch der Bund Geld zu Verfügung stellt. Wie berichtet, verteilt die Bundesregierung eine weitere Milliarde Euro an die österreichischen Gemeinden, wovon 43,7 Millionen Euro nach Vorarlberg fließen sollen. Zudem müsse die Stadt laut Fäßler weniger wichtige Projekte zurückstellen, so etwa die Markthalle oder den angedachten Badesee. VN-pes

„Bei Sparvariante oder Verzögerungen wird die SPÖ dem Budget 2023 nicht zustimmen.“

Das Gelände der zukünftige Schule ist umstritten, die Kosten hoch.
Das Gelände der zukünftige Schule ist umstritten, die Kosten hoch.

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