Die Hauben des Genusses

Vorarlberg / 16.11.2022 • 19:07 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Ernele, Hittisau Hier kommt das Beste aus dem Bregenzerwald und der Region rund um den Bodensee und das Allgäu auf den Teller: „from farm to table“ sowie „from nose to tail“ – und durchgehend ausgezeichnet zubereitet. Küchenchef Felix Groß begeistert schon seit Jahren viele Stammgäste, weswegen eine Reservierung ratsam ist. Das immer gut gelaunte Serviceteam assistiert mit Rat und gutem Wein. Eine Wohlfühladresse, typisch für den Bregenzerwald.

Ernele, Hittisau Hier kommt das Beste aus dem Bregenzerwald und der Region rund um den Bodensee und das Allgäu auf den Teller: „from farm to table“ sowie „from nose to tail“ – und durchgehend ausgezeichnet zubereitet. Küchenchef Felix Groß begeistert schon seit Jahren viele Stammgäste, weswegen eine Reservierung ratsam ist. Das immer gut gelaunte Serviceteam assistiert mit Rat und gutem Wein. Eine Wohlfühladresse, typisch für den Bregenzerwald.

Wer steigt auf? Wer steigt ab? Wer fliegt raus? Die VN haben die Vorarlberg-Wertungen aus dem neuen Gault Millau.

Schwarzach Der Gault Millau 2023 ist da. Österreichweit wurden 762 Restaurants mit 1486 Hauben ausgezeichnet. Das ist laut Herausgeberin Martina Hohenlohe ein neuer Rekord. Auch in Vorarlberg hat sich einiges getan (siehe Grafik). „Wir haben in Vorarlberg 68 Betriebe mit Hauben, darunter drei Spitzenbetriebe in der Kategorie 17 bis 19 Punkte. Damit liegt man zum Beispiel ex aequo mit Niederösterreich“, erläutert Hohenlohe, die generell von einem sehr spannenden Jahr mit vielen hoch bewerteten Neueinsteigern spricht. „Das hatten wir in der Fülle bisher eigentlich noch nie“, betont sie.

Zwischen Alberschwende und Zwischenwasser kamen elf Betriebe erstmals zu Hauben-Ehren (Österreich: 45), 15 sind aufgestiegen (Österreich: 36). Die weniger gute Nachricht: Einer der Neueinsteiger – das Fein7 in Dornbirn – musste schon wieder schließen. Unter den Top drei mit jeweils vier Hauben ist die Kilian Stuba in Hirschegg, die neben der Griggeler Stuba in Oberlech neu in der 18-Punkte-Liga kocht. Dahinter folgt das Restaurant im Almhof Schneider in Lech mit 17 Punkten. Aufsteiger des Jahres sind das Montana in Oberlech (13,5 Punkte, zwei Hauben) und der Gasthof Mohren in Rankweil (12,5 Punkte, eine Haube), die jeweils einen Punkt dazugewinnen konnten.

Ein Kaliber

Heuer nicht in der Wertung ist der Rote Wand Chef’s Table. Der Grund: Küchenchef Max Natmessnig (im Vorjahr mit 18,5 Punkten ausgezeichnet) hat mit Ende der Saison die Rote Wand verlassen. „Wir halten Max Natmessnig für einen der herausragenden Köche des Landes. Leider können wir bei einem derart persönlichen Kochstil keine Wertung abgeben, da der Gault Millau Restaurantguide zu einem Zeitpunkt von den Lesern genutzt wird, zu dem bereits ein neuer Koch die Verantwortung für die Küche übernommen hat“, begründen die Verantwortlichen. Natmessnigs Nachfolger Julian Stieger sei aber jedenfalls „ein Kaliber“. Das Aurelio’s ist laut Gault Millau diesmal nicht dabei, weil das Restaurant letzten Winter keinen à la carte Betrieb hatte.

„Heilsamer Schock“

Warum 2022 ein so spannendes Jahr war? „Ich kann nur den Blick in die Glaskugel wagen, aber aus unserer Beobachtung heraus liegt es daran, dass die Krise auch für viele eine Art heilsamer Schock war“, analysiert Martina Hohenlohe. Durch die Not oder die Angst vor dem was kommt, hätten sich die Köche möglichweise die letzten Jahre reflektiert und neue Konzepte überlegt. „Es sind auch einige Junge nachgerückt, die mit einem etwas anderen Zugang herangegangen sind und dadurch einfach spannende Ergebnisse gebracht haben“, meint die Gault Millau-Herausgeberin.

Für Vorarlberg ebenfalls erfreulich: Das Naturhotel Chesa Valisa in Hirschegg ist die „Entdeckung des Jahres 2023“. Das dazugehörige Restaurant hat es neu in die Wertung geschafft. Zum Hotel des Jahres 2023 wurde das Biohotel Schwanen in Bizau gekürt. Neuigkeiten gibt es auch aus der Schwanen-Küche. Vor einiger Zeit hat Seniorchefin Antonia Moosbrugger die Regie in der Küche bereits an Franziska Hiller weitergegeben, nun hat sich zum „wilden Weib“ noch ein „tougher Typ“ gesellt: Thorsten Probost, Gault Millau-Koch des Jahres 2008, kocht seit ein paar Monaten in Bizau auf. VN-ger

Jakob & Ethel im Klösterle, Lech Was Jakob (Zeller) und Ethel (Hoon) hier im Rahmen ihres vier- bis fünfgängigen Menüs auftischen, ist nahezu einmalig in Österreich. [. . .] Natürlich gibt es dazu eine famose glasweise Weinbegleitung. Da nimmt man sogar die teilweise ziemlich unbequemen Sitzgelegenheiten ohne Murren in Kauf.

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Gasthof Mohren, Rankweil Der Gasthof Mohren mausert sich immer mehr zu einem kulinarischen Leuchtturm in der „Slow-Food-Gemeinde“ Rankweil im Alpenrheintal Vorarlbergs. [. . .] Der langjährige Küchenchef hat kürzlich seinen Meister gemacht und ebenso meisterlich präsentiert sich das von regionalen Produkten dominierte Speisenangebot.

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Weiß, Bregenz Ein Dinner im Weiß macht Spaß wie nie. Falsch! Es macht Spaß wie immer schon. Nur hat man das Gefühl, dass Milena Broger und Erik Pedersen immer besser werden. [. . . ] Die Gerichte sind fokussiert, präzise, geschmacklich ausgewogen und dazu wunderschön arrangiert.

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