Lebensgeschichten von 23 Frauen im Fokus

Vorarlberg / 16.11.2022 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stefania Pitscheider Soraperra, Nurith Wagner-Strauss und Stefan Schumer freuen sich über die gelungene Ausstellung.
Stefania Pitscheider Soraperra, Nurith Wagner-Strauss und Stefan Schumer freuen sich über die gelungene Ausstellung.

Neue Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau zeigt Foto- und Tonprojekt von Nurith Wagner-Strauss.

Hittisau „Zwischen den Welten“ heißt die neue Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau, die kürzlich eröffnet wurde. In der Ausstellung erzählen 23 Frauen aus ihrem Leben. Sie sind zwischen 1915 und 1935 geboren und waren während des Zweiten Weltkriegs junge Mädchen oder noch Kinder. Die Frauen kommen aus unterschiedlichen Sozialmilieus, manche aus einem städtischen, andere aus einem ländlichen Umfeld. Die einen sind körperlich und geistig fit, andere bereits gebrechlich oder dement.

Großformatige Bilder

„Zwischen den Welten“ nennt sich die Schau. Deshalb werden auch jeweils zwei leicht unterschiedliche Bilder voreinander gehängt und erzeugen eine stimmige Gesamt­installation. Die Fotografin Nurith Wagner-Strauss fängt in ihren großformatigen Schwarz-Weiß-Bildern das ein, was von einer Persönlichkeit am Lebensabend präsent ist. Sie geht der Frage nach, wie und wo die Grenzen der Realität, der Zeit, des Hier und Jetzt und des längst Vergangenen verschwimmen. „Gesichter von älteren Frauen haben mich immer schon berührt. In diese ist das ganze Leben eingezeichnet. Neben den Bildern ist es mir aber auch wichtig, die Geschichten der Frauen festzuhalten“, erläuterte Nurith Wagner-Strauss. Für die Anordnung der Bilder und Gestaltung der Ausstellung zeichnet Architekt Stefan A. Schumer verantwortlich.

Wichtige Kultureinrichtung

In seinen Grußworten bedankte sich Bürgermeister Gerhard Beer bei Museumsleiterin Stefania Pitscheider Soraperra sowie ihrem engagierten Team für die einzigartige Museumsarbeit. In seinem Statement ging er auf die Lebensgeschichte zweier Frauen aus seiner Familie ein, die zur selben Zeit wie die in der Ausstellung porträtierten Frauen lebten. Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann, Kulturverantwortliche der Regio Bregenzerwald, hob die Bedeutung des Frauenmuseums Hittisau als unverzichtbare Kultureinrichtung weit über den Ort und die Region hinaus hervor, ehe sie die Ausstellung eröffnete. „Die meditative Ausstellung lädt nun zum Verweilen und Nachdenken ein“, so die Regio-Kultursprecherin.

Besucherinteresse

Unter den vielen Besucherinnen und Besuchern konnte Museumsleiterin Stefania Pitscheider Soraperra u.a. Roswitha Fessler (Förderverein Frauenmuseum) sowie Margret Broger (Trägerverein Frauenmuseum) und Ehrengast Hedwig Hagspiel begrüßen. Ihr besonderer Dank für das Zustandekommen der Ausstellung galt den Kulturvermittlerinnen Katharina Rohner, Alexandra Natter, Andrea Schwarzmann, Lydia Hagspiel, Sabine Heinzle, Katharina Felder, Nawres Al Anbagi, Wilma Bilgeri, Gertrud Faißt, Katharina Felder, Danielle Fend-Strahm, Bernadette Fritz, Elisabeth Gruber, Angelika Hausegger, Marion Maier, Annelies Mätzler, Petra Raid, Elena Schertler, Nadine Schütz, Dagmar Steurer sowie Norah Drissner. Auch Künstler Manfred Egender, Markus Faißt (Holzwerkstatt), Erich und Wolfgang Hagspiel, Dirigent Christoph Eberle mit Gattin Christiane sowie Prof. Michael Bartenstein machten sich ein Bild von der Ausstellung. Für die musikalische Gestaltung sorgten Sabine Winter (Sopran) und Martin Gallez (Klavier). Die Ausstellung wird bis 18. Juni 2023 im Frauenmuseum gezeigt (Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.) ME

Großformatige Bilder von Nurith Wagner-Strauss prägen die neue Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau.
Großformatige Bilder von Nurith Wagner-Strauss prägen die neue Ausstellung im Frauenmuseum Hittisau.
Ida Bals und Veronika Piazza.
Ida Bals und Veronika Piazza.
Katharina Bereuter und Alexandra Natter.
Katharina Bereuter und Alexandra Natter.

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