Nicht in Vergessenheit geraten

Vorarlberg / 16.11.2022 • 15:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Andreas Brugger und Martin Burtscher hielten einen Vortrag über das interessante Leben des Hofrats Arnold Durig. STR
Andreas Brugger und Martin Burtscher hielten einen Vortrag über das interessante Leben des Hofrats Arnold Durig. STR

Andreas Brugger berichtet von der schillernden Persönlichkeit Hofrat Arnold Durig.

Tschagguns Frisch übergeben war die Wintersportausstellung in der „Alti Gme“ in Tschagguns, als das erste Event des Heimatmuseums Montafon just eine Stunde nach der Übergabe dort stattfand. Der gebürtige Tschaggunser Andreas Brugger hielt einen Vortrag über das Leben und Wirken von Hofrat Arnold Durig, der nicht nur in Wien in seiner Wirkungsstätte, sondern auch in Tschagguns, wo er seinen Lebensabend und viele Urlaube verbrachte, zum Ehrenbürger ernannt wurde. Unter dem Motto „Wider das Vergessen“ berichtete Andreas Brugger aus dem Leben des innovativen Mediziners, der im Jahr 1961 kurz vor seinem 89. Geburtstag verstarb. „Wider das Vergessen“ heißt es auch, da die Grabstätte von Hofrat Arnold Durig bereits seit Jahren aufgelassen wurde, da seine einzige Tochter Ilse ohne Nachkommen verstarb. Dennoch gerät der Wissenschaftler, der sich intensiv mit Stoffwechselproblemen, Sport- und Arbeitsphysiologie, Volksernährung, Kreislauf und Blutdruck sowie der Höhenphysiologie beschäftigte, keineswegs in Vergessenheit, ist doch eine Schule in Tschagguns sowie eine Straße nach ihm benannt. Außerdem wird alljährlich in Vorarlberg der sogenannte Durig-Böhler-Preis für innovative Forschung in der Medizin verliehen.

„Bergsteigerphänomen“

„Mit zahlreichen Versuchen – es waren auch Selbstversuche dabei – belegte er bereits vor über 100 Jahren, dass der Alkoholkonsum die Aufstiegszeit und die körperliche Leistungsfähigkeit in den Bergen massiv beeinträchtigt“, führte Brugger in seinem Vortrag schmunzelnd aus. Durig sei bis ins hohe Alter körperlich sehr aktiv geblieben und wurde von Lehrer Josef Fitz in seiner Durig-Kurzbiografie als „Bergsteigerphänomen“ bezeichnet.

Auch Martin Burtscher berichtete im zweiten Teil des Abends über die Bilkengratstudie Durigs im Gauertal. Den sehr interessanten Ausführungen zu diesem außergewöhnlichen Mann und dieser schillernden Persönlichkeit seiner Zeit lauschten die Besucher und quittierten diese mit viel Applaus. Str

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