Das Schneehuhn und der Hubschrauber

Vorarlberg / 18.11.2022 • 17:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bis zum Frühjahr 2024 ist Heliskiing auf zwei Gipfeln am Arlberg genehmigt. Nun will das Land wissen, was dies mit der Fauna vor Ort macht. Lech Zürs Tourismus
Bis zum Frühjahr 2024 ist Heliskiing auf zwei Gipfeln am Arlberg genehmigt. Nun will das Land wissen, was dies mit der Fauna vor Ort macht. Lech Zürs Tourismus

Studie zum Einfluss von Heliskiing auf bedrohte Vogelarten.

Bregenz Vorarlberg ist das einzige Bundesland Österreichs, das Heliskiing überhaupt erlaubt. Eine entsprechende Genehmigung wurde vergangenes Jahr bis 2024 verlängert. Nun stellt man sich die Frage, was dies mit den Vögeln am Arlberg macht.

Eine entsprechende Studie, wie gefährdete Vogelarten wie Birkhuhn, Schneehuhn, Steinhuhn und Steinadler mit den Hubschrauberflügen am Arlberg klarkommen, wurde an den Bestbieter Ökoteam aus Graz vergeben. Seitens der zuständigen Behörde wurde aufgezeigt, dass dieses Wissen bislang fehlt, erklärt Umweltlandesrat Daniel Zadra (Grüne). Über die nächsten beiden Winterhalbjahre soll dieses Wissen nun geschaffen werden.

Keinen Einfluss vor 2024

Auf die derzeit genehmigten Flüge hat die Erhebung keinen Einfluss, betont Tourismus- und Jagdlandesrat Christian Gantner (ÖVP): „Der gegenständige Bescheid zur Genehmigung der Außenlandungen beim ,Schneetäli‘ und beim ,Mehlsack‘ gilt noch bis zum 31. Mai 2024.“ Dann stehe es den Betreibern natürlich frei, ein neues Ansuchen zu stellen. Dies werde dann durch die Behörden geprüft.

Dabei dürfte dann auch die nun beauftragte Studie zur Verwendung kommen. „Die Natur ist unsere wichtigste Grundlage. Um sie für nachfolgende Generationen zu bewahren, müssen wir sie entsprechend schützen und zwar auch durch ein Ende der Genehmigung des Hobbys Heliskiing, das ein umwelt- und klimapolitischer Unsinn ist“, macht Zadra aus seiner Haltung keinen Hehl.

Die Genehmigung der für Heliskiing notwendigen Außenlandungen wurde im Jänner auf zweieinhalb Jahre verlängert, statt wie bisher auf fünf Jahre. Argumentiert wurde damit, dass die Bewilligung noch „überwiegend“ im öffentlichen Interesse sei. Die Touristiker am Lech wurden damals bereits aus dem Landhaus heraus aufgefordert, bis 2024 ein Konzept zu entwickeln, ob und wie dieses Angebot mit der Nachhaltigkeit im Tourismus in Einklang zu bringen ist. VN-RAU

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