Keine schnelleren UVP-Verfahren

Vorarlberg / 20.11.2022 • 22:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Zumtobel spricht sich gegen zeitlich limitierte UVP-Verfahren aus.APA/Groder
Zumtobel spricht sich gegen zeitlich limitierte UVP-Verfahren aus.APA/Groder

Tiroler Landesrat Zumtobel: “Transparenz braucht Zeit”.

Innsbruck, Bregenz Die Prüfung, ob ein Projekt natur- und umweltverträglich ist (UVP-Verfahren), kann je nach Vorhaben und Projektunterlagen einige Jahre dauern. Vorarlbergs LH Markus Wallner (ÖVP) hatte vor Kurzem vorgeschlagen, dass diese bei Projekten für die Energiewende bestenfalls nur ein Jahr dauern sollen. Tirols Umweltlandesrat René Zumtobel (SPÖ) sprach sich aber im APA-Interview gegen eine generelle zeitliche Limitierung der Verfahren aus.  “Transparenz braucht Zeit”, sagte Zumtobel.

“Es wird da wirklich alles angesehen”, führte der Landesrat ins Treffen. Es gelte, die Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und Landschaft zu berücksichtigen. Immerhin handle es sich hier um Projekte, die “für Generationen” da sein würden. Es sei begrüßenswert, dass man dabei Studien – etwa auch zu verschiedenen Jahreszeiten – heranziehe oder Bürgerbeteiligung durchführe, argumentierte der Neo-Landesrat.

Vertreter der Volkspartei waren zuletzt landauf, landab für schnellere Umweltverträglichkeitsprüfungen eingestanden. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle hatte dies etwa auf die Errichtung von Wasserkraftwerken bezogen. Auch Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) hatte im Juni einen Vorstoß gemacht, die UVP-Verfahren beim Bau von Windkraftanlagen zu beschleunigen.

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