“Gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen”

Vorarlberg / 21.11.2022 • 20:57 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mögliche Folgen: keine Zugfahrten in Vorarlberg.VOL.at/pletsch
Mögliche Folgen: keine Zugfahrten in Vorarlberg.VOL.at/pletsch

Laut Gewerkschaft Warnstreik der Eisenbahner geplant.

Feldkirch In der vierten Runde wurden die Verhandlungen um einen neuen Kollektivvertrag für die Eisenbahner seitens der Arbeitgeber ohne ersichtlichen Grund abgebrochen. „Die Arbeitgeber zwingen uns damit zu gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen“, kündigt vida-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer Warnstreiks für kommende Woche an.

Am Montag, den 28. November, könnte somit auch der Eisenbahnverkehr in Vorarlberg stillgelegt werden, sollte die Arbeitgeberseite nicht bereit sein, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, gibt der Landesvorsitzende zu verstehen. Die Streikfreigabe habe man bereits beantragt. „Die Inflation bringt viele Kolleginnen und Kollegen in finanzielle Bedrängnis. Die Arbeitgeber verzeichnen andererseits ordentliche Produktivitätszugewinne“, hält der Gewerkschafter fest. Deshalb setze sich die Gewerkschaft heuer ganz bewusst für einen Fixbetrag ein, um die unteren und mittleren Einkommen zu stützen. Es habe bislang aber keinerlei ernsthaftes Entgegenkommen seitens der Arbeitgeberverhandler gegeben. Löhne unter 2000 Euro brutto, wie etwa im Nachtzuggeschäft, seien angesichts der Rekordteuerung nicht vertretbar. „Der Wirtschaftskammer sollte bewusst sein, dass sie zunehmend zum Verhinderer des öffentlichen Verkehrs und seiner wichtigen Rolle beim Klimaschutz wird. Mehr Bahnverkehr in Österreich kann es nur mit ausreichendem Personal geben und dafür braucht es attraktive Löhne sowie Gehälter, von denen man gut leben kann“, bekräftigt der Landesvorsitzende.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.