Hilfe für die Feldkircher Natur

Vorarlberg / 22.11.2022 • 16:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Laubfrosch-Männchen beim Hochzeitskonzert, das Weibchen anlocken soll.M.Stolze
Das Laubfrosch-Männchen beim Hochzeitskonzert, das Weibchen anlocken soll.M.Stolze

Rheticus Gesellschaft Wetterfrösche, die bei Sonne auf die Bäume klettern und bei Kühle unten bleiben? In nur noch vier, meist kleinen, Vorkommens-Inseln sind sie bei uns in Vorarlberg noch zu Hause: die Laubfrösche! Ehemals waren sie in den Fluss­auen von Rhein und Ill zuhause – in einem zusammenhängenden Gebiet von der Rheinmündung in den Bodensee bis nach Chur. Diese Landschaften mit ihren zeitweiligen Überschwemmungsflächen gehören infolge Kanalisierung weitgehend der Vergangenheit an. Laubfrösche, Gelbbauchunken, spezialisierte Libellen-, Vogel- und viele andere Tierarten suchen passende Ersatzgewässer „hinter den Dämmen“. Doch auch deren Zahl wird immer kleiner – infolge Wasserabsenkung, Klimaänderung und stärkerer Flächennutzung.

Die bereits sehr kleinen Laubfrosch- und Gelbbauchunkenbestände in den Alten Rüttenen in Feldkirch konnten 2022 gerade noch durch eine Hilfsaktion der Rheticus-Gesellschaft vor dem Aussterben bewahrt werden. Trotz der erfolgreichen Aufzucht junger Frösche und Unken ist der Fortbestand noch immer nicht gesichert – solange nicht die Fortpflanzungsgewässer wiederhergestellt und erhalten werden. Und neue dazukommen – als Lebensraum für eine Artenvielfalt, die wir unseren Kindern und Enkeln erhalten sollten!

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