Musik als große Leidenschaft

Vorarlberg / 22.11.2022 • 17:28 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Adolf Fetz war Musikant aus Leidenschaft.
Adolf Fetz war Musikant aus Leidenschaft.

Oberschulrat Direktor i. R. Adolf Fetz war Ehrenringträger von Schwarzenberg.

SCHWARZENBERG Am 10. November 2022 verstarb Oberschulrat Volksschuldirektor i. R. Adolf Fetz. Er hat von 1963 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 die Schwarzenberger Volksschulkinder unterrichtet und in seinen elf Jahren als Direktor das Volksschulgeschehen in Schwarzenberg maßgeblich geprägt und mitentwickelt.

Er war über 25 Jahre Gemeindevertreter und zwei Jahre Gemeinderat. Für großen Verdienste wurde ihm 2009 der Ehrenring der Gemeinde Schwarzenberg verliehen. Bürgermeister Seftone Schmid führte zum Ableben von Adolf Fetz aus: „Wir alle kannten ihn in seinen zwei Rollen, als Lehrer und Musikant. Mit seiner Lehrtätigkeit leistete er einen unglaublich wertvollen pädagogischen Beitrag für unser Dorf. Als Gemeindevertreter und Gemeindevorstand kümmerte er sich um das Gemeinwohl seiner Mitbürger. Mit ihm verliert Schwarzenberg einen vorbildhaften Lehrer, einen pflichtbewussten Schuldirektor, einen Vollblutmusikanten, einen talentierten Kapellmeister und eine verdiente Persönlichkeit.“ Adolf Fetz wurde am 1. Juli 1940 in Schwarzenberg geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren verlor er seine Mutter. Er besuchte acht Jahre lang die einklassige Volksschule in Schwarzenberg-Ratzen. Da der damalige Schulleiter sein Talent erkannte, wurde er mit dem Pfarrer bei seinem Vater mit dem Vorschlag vorstellig, Adolf Fetz in die Lehrerbildungsanstalt in Feldkirch zu schicken.

Während der Studienzeit verdiente er sich während der Sommerferien immer ein paar Schillinge als Hirte auf den Alpen Schadona und Korb. Er liebte diese Welt und blieb ihr sein Leben lang verbunden.

Seine erste Lehrerstelle trat Adolf Fetz in Hörbranz an, aber bereits 1960 verschlug es ihn nach Oberbildstein. Dort lernte er auch seine Frau Gertrud kennen, die er 1963 in Schwarzenberg heiratete. Denn in diesem Jahr zog es ihn beruflich wieder in seine Heimatgemeinde Schwarzenberg, wo er Lehrer in der damaligen Schule im Ortsteil Ratzen wurde. Wegen des Neubaus der Schule im Ortsteil Hof wurde 1965 die Schule in Ratzen geschlossen. Ab dieser Zeit unterrichtete auch Adolf Fetz in der Volksschule Hof, die er elf Jahre lang bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000 auch als Direktor leitete.

Seine Familie bereitet ihm am meisten Freude und Stolz, insbesondere seine Enkelkinder und sein Urenkel. Eine große Freude war für ihn, dass er sein musikalisches Talent an seine drei Enkeltöchter weitergeben konnte. Auch dass er Vorbild für eine ganze Lehrerdynastie in seiner Familie war, erfüllte ihn mit Stolz. Beide Kinder und alle drei Enkeltöchter üben den Beruf aus, der ihm selbst stets Freude bereitet hat. Seine größte Leidenschaft war bis zu seinem letzten Tag die Musik. Adolf Fetz hat sich 62 Jahre der Blasmusik gewidmet. Er spielte in jungen Jahren in einer Tanzmusik und auch in der Bauernkapelle Schwarzenberg. Es folgen musikalische Jahre in der Volksmusikgruppe, später bei den Wäldermusikanten. Bei seinem Musikverein Schwarzenberg war er war 35 Jahre als Kapellmeister und danach bis zu seinem Tod als Mitglied aktiv. Besonders am Herzen lag ihm die Ausbildung der Jungmusikanten. Bevor es die Musikschule Bregenzerwald gab, bildete Adolf Fetz den Nachwuchs in Schwarzenberg selbst aus. Außer Flöte, Bass und Schlagzeug unterrichtete er alle Instrumente und konnte auch alle selbst spielen. So sicherte er dem Musikverein über Jahrzehnte einen gut ausgebildeten Nachwuchs. Er war Träger des Goldenen Ehrenzeichens für 35 Jahre Kapellmeister und der Goldenen Ehrenspange für 60 Jahre aktives Musizieren. Adolf Fetz war auch sechs Jahre stellvertretender Bezirkskapellmeister im Blasmusikbezirk Bregenzerwald. EE

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