Causa Zech: Erfolg für Fortpflanzungsklinik

Vorarlberg / 23.11.2022 • 13:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Klägerin mit ihrem Anwalt Andreas Ermacora während einer früheren Prozessrunde am Zivilgericht Feldkirch.  <span class="copyright">eckert</span>
Die Klägerin mit ihrem Anwalt Andreas Ermacora während einer früheren Prozessrunde am Zivilgericht Feldkirch.  eckert

Urteil im „Eizellen-Prozess“: Klagende Schweizerin verliert im zweiten Rechtsgang erneut.

Feldkirch 2016 wurde eine Thurgauerin in einer Bregenzer Fortpflanzungsklinik behandelt. Das Schweizer Paar wünschte sich ein Kind, zwei Versuche schlugen fehl, danach kam es seitens der Schweizerin zu mehreren Vorwürfen. Ihr seien falsche Eizellen eingepflanzt worden, es habe Verwechslungen gegeben. Außerdem verlangte sie die Herausgabe von angeblich vorhandenen weiteren „Reserveeizellen“, dazu 10.000 Euro Schmerzengeld für die psychische Belastung.

Dokumentationsschlampereien wurden behauptet, ein jahrelanger, sehr kostspieliger Zivilprozess am Landesgericht Feldkirch begann. Im Mai 2020 endete er in erster Instanz mit Klagsabweisung und Sieg der Vorarlberger IVF-Klinik. Die Ärzte und Geschäftsführer der In-vitro-Fertilisationsklinik waren erleichtert.

Neuer Rechtsgang

„Bereits im ersten Rechtsgang haben zwei Gutachten und sonstige Beweise die korrekte Vorgangsweise der Klinik bestätigt“, betont der Mediensprecher der Klinik, Dieter Bitschnau. Das Berufungsgericht ordnete jedoch die nochmalige Überprüfung durch weitere Gutachten an. Zu Wort kamen ein Reproduktionsmediziner sowie mehrere IT-Spezialisten.

Alle Experten wurden auch nochmals in weiteren Verhandlungen eingehend befragt, ehe nun das zweite erstinstanzliche Urteil des Landesgerichtes erging.  „Die Sachverständigen haben neuerlich bestätigt, dass sowohl die medizinische Behandlung als auch deren Dokumentation korrekt waren. Für das Gericht steht daher erneut fest, dass die IVF-Behandlungen richtig ausgeführt wurden. Die Klage wurden nun zum zweiten Mal vom Landesgericht vollinhaltlich und kostenpflichtig abgewiesen“ so Mediensprecher Dieter Bitschnau. Ob dies nun das letzte Wort in der Causa „Kinderwunschklinik“ ist, bleibt ungewiss. Es steht der Klägerin erneut die Erhebung einer Berufung an das Oberlandesgericht Innsbruck zu.

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