Neues Kapitel für Nahversorgung in Langen

Vorarlberg / 23.11.2022 • 04:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Realisierung des Zentrumsprojekts machte auch eine umfangreiche Neuregelung der Verkehrsabwicklung im Langener Zentrum erforderlich.
Die Realisierung des Zentrumsprojekts machte auch eine umfangreiche Neuregelung der Verkehrsabwicklung im Langener Zentrum erforderlich.

Spar-Markt-Eröffnung im Zentrumsprojekt, Neuregelung der Verkehrsabwicklung.

Langen b. Bregenz Termingerecht und rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hat die Gemeinde Langen ein neues Kapitel seiner Nahversorgung aufgeschlagen.

Nahversorgung gesichert

Mit der Verlegung des bisherigen Dorfladens von der Peripherie an der Landesstraße in Richtung Sulzberg/Doren mitten ins Ortszentrum ist es gelungen, die Nahversorgung nachhaltig zu sichern und kundenfreundlicher zu positionieren.

Herzstück der Infrastruktur

Der Spar-Markt ist das Herzstück der Infrastruktur, die jetzt Schritt für Schritt nutzbar wird. Der Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 300 Quadratmetern und etwa 200 Quadratmeter Nebenräumlichkeiten für Lager, Kühlraum usw. ist das Herzstück einer Verbauung, die ein Bäckereiverkaufsgeschäft mit Café, einen weiteren Gewerberaum und 18 Wohnungen umfasst. Diese Wohnungen sind Mietwohnungen, vier davon sind als Ferienwohnungen für wechselnde Gäste gewidmet.

Bei der vorgezogenen Eröffnung des Spar-Marktes im Langener Zentrumsprojekt hatten auch die Kids ihren Spaß.
Bei der vorgezogenen Eröffnung des Spar-Marktes im Langener Zentrumsprojekt hatten auch die Kids ihren Spaß.

Für Bürgermeister Josef Kirchmann ist es auch wichtig, dass die Marktleiterin Heike Hiller „zum Dorf gehört“: Sie hat ihre Lehre im Spar am Bregenzer Kornmarkt absolviert und viele Jahre das Geschäft in Langen geführt. „Dieser Markt hatte keine Zukunft, der Standort war nicht optimal und zudem sind seit Jahren kostspielige Sanierungen angestanden. Ein weiteres wichtiges Argument waren die Förderrichtlinien für das Projekt Betreutes Wohnen, die eine leicht erreichbare Nahversorgung verlangen. Wir haben uns deshalb schon lange Gedanken über eine Lösung gemacht. Dank der Familie Wellmann, die dieses Projekt initiiert hat, konnten wir – nach intensiven Gesprächen – die Schaffung von Wohnraum und Infrastruktur unter einen Hut bringen“, freut sich der Gemeindechef über eine Lösung, die von einem privaten Investor finanziert wird. Die Gemeinde übernimmt für 25 Jahre die Ausfallshaftung, „die aber wohl kaum schlagend wird, weil die Betreiber Spar und Bäckerei Mangold verlässliche Partner sind, die ihr Engagement in Langen langfristig ausgelegt haben.“

Bürgermeister Josef Kirchmann mit der Marktleiterin Heike Hiller.
Bürgermeister Josef Kirchmann mit der Marktleiterin Heike Hiller.

Verbunden mit dem Projekt Wohn- und Geschäftshaus ist eine Neuregelung der Verkehrsführung, die zum Teil schon umgesetzt ist. Der zentrale Verkehrsknoten ist im Bau. „Mit der veränderten Verkehrsführung können wir beispielsweise den Bereich um die Kirche vom Verkehr befreien“, erläutert Kirchmann. Auch der ruhende Verkehr wird mit der Tiefgarage mit 20 Stellplätzen und dem gemeinsamen Parkplatz für Gasthaus Adler und Spar-Markt gebündelt.

Der Markt hat im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft wie geplant jetzt eröffnet, die Arbeiten an der Fertigstellung der Wohnungen sowie an der Straße liegen ebenfalls im Plan, so dass die Gesamteröffnung für Ende Jänner (27.) avisiert ist. „Die ersten Wohnungen werden nach heutigem Stand der Dinge schon Ende Dezember fertiggestellt, die weiteren nach und nach bis zum geplanten Eröffnungstermin“, ist der Gemeindechef zuversichtlich, dass dieser Termin halten wird.

Nächste Etappe schon fixiert

Dieser Tage hat die Gemeindevertretung die Weichen für ein weiteres Zukunftsprojekt gestellt: „Das Gemeindeamt wird komplett überarbeitet, zudem müssen für den Kindergarten zusätzliche Räumlichkeiten geschaffen werden“, so Kirchmann, der davon ausgeht, dass die Langener Bevölkerung in den kommenden Jahren stark wachsen wird. „Darauf müssen wir reagieren – und das geschieht mit den Umbauplänen für das Gemeindeamt.“ Zum einen wird der Sitzungssaal – die Gemeindevertretung wird bei der kommenden Wahl wohl um drei Sitze aufgestockt – erweitert, um auch mehr Zuhörern Platz bieten zu können. Der Kindergarten im Treffpunkt muss erweitert werden. „Dadurch verliert der Musikverein sein Probelokal, das wir im Dachgeschoss des Gemeindeamts installieren.“ Beginnen sollen die Arbeiten nach Ostern. Für die Zeit der Neugestaltung werden Gemeindeverwaltung, Post und Polizei in Ausweichquartiere im Gasthaus Hirschen und dem Zentrumsprojekt ausgesiedelt. STP

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