Sein Leben der Musik gewidmet: Bertram Gamohn feiert 60-jähriges Jubiläum

Heimat / 24.11.2022 • 15:40 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Bertram Gamohn feiert heuer sein 60-jähriges Jubiläum als Musikant. <span class="copyright">HAB</span>
Bertram Gamohn feiert heuer sein 60-jähriges Jubiläum als Musikant. HAB

Bertram Gamohn ist seit 60 Jahren in diversen Musikgruppen und -kapellen tätig. Ein Leben ohne Musik kann er sich nicht mehr vorstellen. Er spielt nicht nur verschiedene Blasmusikinstrumente, sondern er singt und komponiert auch. Am 3. Dezember wird er beim Cäciliakonzert der Ludescher Harmoniemusik ausgezeichnet.

Bludenz Der Bludenzer Bertram Gamohn vereinigt in sich alle Talente, die einen guten Musiker ausmachen: Leidenschaft, Unterhaltsamkeit, Authentizität, Kreativität und natürlich auch Talent.

Ohne ausreichende Leidenschaft bricht ein Musiker bald den langen Weg zum Erfolg ab. Er muss das Publikum unterhalten können. Dazu kommt, dass authentische Musiker die erfolgreichsten sind. Bertram war und ist kreativ, was nicht zu überhören ist. Er hat Talent. Schon als Junge fing er mit der Blockflöte an, wechselte aber schon während der Bürolehre auf die Trompete bei der Stadtmusik Bludenz. 1963 erhielt der Jubilar die Einberufung zum Präsenzdienst beim Bundesheer, nach der Grundausbildung kam die Versetzung zur Militärmusik. Danach bildete sich der junge, musikbegeisterte Bertram in Wien ein Jahr lang im Musikkonservatorium weiter.

In diversen Gruppen gespielt

Für ein paar Jahre zog es ihn in die Privatindustrie, bis er 1969 bei der Stadt Bludenz anfing, wo er als Personalamtsleiter, in der Forstabteilung und bis zur Pensionierung im Bürgerservice tätig war. Währenddessen spielte er bei der Stadtmusik Bludenz. Hier machte er auch die Kapellmeisterausbildung, bis ihn die Ludescher Harmoniemusik engagierte, der er 14 Jahre als Kapellmeister vorstand und bei der er immer noch das Tenorhorn spielt. In dieser Zeit hat er mit Freunden die Bauernkapelle Ludesch gegründet und mit ihr zu vielen Anlässen gespielt. Außerdem war er bei der Brazer Okarinamusik, bei Tanzkapellen wie der Oldie Band „Frauentraum“ sowie bei der „Guggamusig“, nur um ein paar der vielen Musikgruppen und Kapellen zu nennen, bei denen er mitgespielt hat.

Der Bludenzer wird am 3. Dezember beim Cäciliakonzert der Harmoniemusik Ludesch mit einer „Goldenen Ehrenspange mit Kranz“ ausgezeichnet. Für das Konzert übt er schon fleißig. <span class="copyright">HAB</span>
Der Bludenzer wird am 3. Dezember beim Cäciliakonzert der Harmoniemusik Ludesch mit einer „Goldenen Ehrenspange mit Kranz“ ausgezeichnet. Für das Konzert übt er schon fleißig. HAB


Eigentlich lebt er mehrere Musikantenleben, neben dem Komponieren gehört nämlich auch der Gesang zu seinen Spezialitäten. Seine Auftritte bei den Musikbällen als Elvis Presley oder Louis „Satchmo“ Armstrong sind legendär. Als Bassist verstärkt er seit 15 Jahren den Kirchenchor Nüziders und in der Herz-Mariä-Kirche in Bludenz betätigt sich Bertram ehrenamtlich als Kantor.
Das genügte Bertram jedoch nicht, denn seine Kompositionen wie die „Katzenwinkelpolka“ oder der „Pludonowalzer“ und die Titel „Im Höfle“ oder „Auf Gäsünd“ und viele andere finden sich immer noch im Repertoire von Blasmusiken.

Die Musik im Blut

60 Jahre in der Harmoniemusik Ludesch und der Stadtmusik Bludenz bedeuten auch viele Stunden an Übungen und Ausrückungen, die natürlich das Familienleben beeinflussen. Claudia, seine Gattin, zeigt Verständnis: „Ich war immer dafür, dass er seine Musik leben kann und habe ihn dabei unterstützt. Auch ich liebe die Musik und unsere Kinder haben ebenfalls Instrumente gelernt.“ Musik lag in seiner Familie schon immer im Blut. Sein Großvater war Musikant, sein Vater war „Trömmeler“, wie Bertram die Funktion liebevoll bezeichnet. Ein Leben ohne Musik ist für ihn auch heute nicht vorstellbar.


Derzeit übt er gerade mit der „Steirischen“, dazu spielt er noch Trompete, Flügelhorn, Basstrompete, Tenorhorn, Posaune, Kontrabass, Okarina, Mundharmonika und Alphorn. Bertram definiert sein Lebensmotto so: „Mit Musik, Gesang und meiner kirchlichen Tätigkeit möchte ich den Menschen Freude, Zuversicht und Hoffnung geben.“


Für die vielen Jahre für und in der Musik erhielt er schon die verschiedensten Auszeichnungen. Heuer wird ihm für 60 Jahre Musikantenleben beim Cäciliakonzert der Ludescher Harmoniemusik am 3. Dezember in der Blumenegghalle das Ehrenzeichen, die „Goldene Ehrenspange mit dem Kranz“ des VBV (Vorarlberger Blasmusikverband) verliehen. HAB

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