“Damit hätte ich nicht gerechnet”

Vorarlberg / 25.11.2022 • 19:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Gottfried und Thomas Krobath kurz vor der ersten Abfahrt der Saison.
Gottfried und Thomas Krobath kurz vor der ersten Abfahrt der Saison.

Bis zu einem Meter Neuschnee: Die Skisaison in Vorarlberg ist eröffnet.

St. Gallenkirch Die Vorfreude steigt mit jedem Meter, den sich die Bahn der Bergstation nähert. „Ich bin mehr oder weniger bei jedem Saisonauftakt dabei. Man wartet schon immer sehnsüchtig darauf, bis es endlich losgeht“, berichtet Gottfried Krobath und lacht. Der 74-Jährige ist Mitglied des Skivereins Feldkirch-Tisis. Pro Winter bringt er es auf 20 bis 30 Skitage. Soeben hat er sich an der Bergstation der Hochalpilabahn zum ersten Mal in dieser Saison die Skier angeschnallt. „Wenn man im November anfangen kann, dann ist das gut. Letztes Jahr war ich am 20. November das erste Mal. Das weiß ich, weil ich Buch führe. Ich könnte jetzt am Handy nachschauen, wie oft ich die letzten Jahre war“, erzählt Krobath, der heute mit seinem Sohn Thomas (44) ins Montafon gekommen ist.

Die Silvretta Montafon ist am Freitag als erstes Skigebiet in Vorarlberg in die Wintersaison 2022/23 gestartet. Am ersten Tag waren die Grasjochbahn und die Hochalpilabahn in Betrieb. Heute, Samstag (26. November) sollen die Versettlabahn, die Spatlabahn und die Novabahn folgen.

„Überraschend gut“

„Ich bin ein leidenschaftlicher Skifahrer und freue mich natürlich, dass es losgeht“, sagt Thomas Krobath, für den es beim Skifahren nicht nur um den Sport selbst und die Bewegung geht. „Skifahren ist ja auch eine soziale Aktivität. Man trifft sich, schwätzt, geht zusammen essen und verbringt einfach Zeit mit der Familie“, ergänzt der Röthner. 

Möglich gemacht hat den Saisonstart der Schnee, der in den letzten Tagen im Montafon gefallen ist. Je nach Lage wurden laut Thomas Ettenberger von der Silvretta Montafon zwischen einem halben und einem Meter gemessen. „Die Beschneiung ist nur ein bisschen eine Grundlage.“ Die Bergstation der Grasjochbahn liegt auf knapp 1980 Meter, jene der Hochalpilabahn auf 2430 Meter. „Der Schnee ist überraschend gut. Mit dem hätte ich jetzt nicht gerechnet“, vermeldet Manuel Dietrich nach der ersten Fahrt. Der 26-Jährige Tschaggunser gehört wie die meisten Skifahrer heute zu den Saisonstart-Stammgästen. „Wenn ich Zeit habe und frei habe, schaue ich schon, dass ich bei den ersten dabei bin.“

Daniela Berthold (46) aus Silbertal hat sich für die Eröffnung extra freigenommen. „Der Schnee ist einfach der Hammer. Viel besser als ich gedacht habe“, schwärmt auch sie. Ihr Bekannter Daniel Zahno (64) ergänzt: „Besser als letztes Jahr am ersten Tag. Da waren Eisknollen drinnen und es war gefroren. Heute ist es fantastisch.“

Schneekontrolle

Noch fahren die Bahnen in der Silvretta Montafon nur am Wochenende. Ab Anfang Dezember sind sie durchgehend in Betrieb. Heute und am Sonntag geht die Saison auch in Gargellen los. In Betrieb sind die Schafbergbahn, die Kristallbahn, die Gargellner Köpfe und der Übungslift Schmuggi Luggi. Der Dauerbetrieb startet ebenfalls Anfang Dezember. Für den Snowboard-Weltcup (7. bis 9. Dezember) im Montafon reicht der Schnee noch nicht. Das Rennen wurde am Freitagabend abgesagt. VN-GER

Es ist angerichtet! Natascha Zandfeld von Montafon Tourismus lässt die Bretter am Hochjoch laufen. VN/Steurer
Es ist angerichtet! Natascha Zandfeld von Montafon Tourismus lässt die Bretter am Hochjoch laufen. VN/Steurer
Die Grasjochhütte liegt auf knapp 2000 Meter.
Die Grasjochhütte liegt auf knapp 2000 Meter.

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