Wälder holen begehrten Volksmusikpreis

Vorarlberg / 26.11.2022 • 12:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Jugendensemble „Wäldar Buromusig“ unter der Leitung von Stefan Bär hat den Herma-Haselsteiner-Preis nach Vorarlberg geholt. <span class="copyright">C. Sigl</span>
Das Jugendensemble „Wäldar Buromusig“ unter der Leitung von Stefan Bär hat den Herma-Haselsteiner-Preis nach Vorarlberg geholt. C. Sigl

Ensemble „Wäldar Buromusig“ besticht bei Volksmusikwettbewerb durch sein Können.

Langenegg Zum ersten Mal in der Geschichte des Alpenländischen Volksmusikwettbewerbs holt sich ein Vorarlberger Ensemble den Herma-Haselsteiner-Preis. „Meine Schüler sind als Jugendensemble angetreten und haben neben der besten Benotung in ihrer Kategorie auch noch den Herma-Haselsteiner-Preis gewonnen“, freut sich ihr Lehrer Stefan Bär (46) aus Langenegg, Musikpädagoge an der Rheintalischen Musikschule. Bär, der Mitglied des Holstuonarmusigbigbandclubs (HMBC) war, ist stolz auf diese Auszeichnung, die seinen Schülern in Innsbruck verliehen wurde. Auch Musikschuldirektorin Doris Glatter-Götz von der Rheintalischen Musikschule hat großes Lob für die Jugendlichen: „Das ist ein einzigartiges Ergebnis.“

Bauernmusik wieder aufleben lassen

Bereits Ende Oktober fand in Innsbruck der viertägige Wettbewerb statt, der als größter überregionaler Musikwettbewerb der alpenländischen Volksmusik gilt. Mehr als 700 junge Musikanten aus Österreich, Bayern und Südtirol präsentierten ihr Können vor der Jury. Die fünf Schüler von Stefan Bär, die sich „Wäldar Burosmusig“ nennen, haben für ihren Auftritt in Innsbruck alte Bregenzerwälder Bauernlieder einstudiert und die Jury mit ihren Stücken und ihrem Können mitgerissen. „Wir wollten alte Bregenzerwälder Bauernstücke nachspielen und haben dafür extra die Es-Klarinette und die Es-Trompete mitverwendet“, so Bär. Jeden Tag spielte die „Wäldar Buromusig“ in Innsbruck vor den zahlreich erschienenen Gästen. Am Samstag startete dann der Wettbewerb. „Wir haben uns eigentlich nichts erwartet. Umso größer war die Überraschung, als wir sogar den begehrten Preis erhielten“, so Bär. Von den 700 Gruppen wurden lediglich sechs mit dem Haselsteiner-Preis ausgezeichnet. Die „Wäldar Buromusig“ holte sich den Preis in der Kategorie „Instrumentalgruppe“.

Großes Interesse an Vielfalt

„Das Interesse der jungen Leute an der Volksmusik wächst stetig, da sie mit ihrem Instrument sehr vielfältige Musikrichtungen einschlagen können“, so Bär. Von Jazzstücken über Pop bis hin zu Volksmusikliedern ist bei dem Blechbläserquintett alles möglich. Für die Schüler Leo Summer (Tuba), Michael Ludescher (Es-Trompete), Lena Pfitscher (Es-Klarinette), Joachim Gallez (Flügelhorn), Benedikt Bär (Flügelhorn) sowie Franziska Bär (Horn) eröffnen sich durch den Preis neue Möglichkeiten, ihre Musik der Öffentlichkeit zu präsentieren. So werden sie Auftritte in und um Innsbruck geben, werden Teil einer professionellen CD-Produktion sein, erhalten ein Budget für Trachten und Instrumente und spielen ein Konzert in ihrem Bundesland. Bvs

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