Gaskocher und Co. als Verkaufsschlager

Vorarlberg / 27.11.2022 • 17:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Die Sorge in der Bevölkerung ist deutlich spürbar. Wir haben Kunden dazugewonnen. Heute kommt auch die 80-jährige Frau, die sich auf den Ernstfall vorbereiten möchte, oder der Banker, der davor wohl nie bei uns eingekauft hätte.“ Alex Erhard, 52

„Die Sorge in der Bevölkerung ist deutlich spürbar. Wir haben Kunden dazugewonnen. Heute kommt auch die 80-jährige Frau, die sich auf den Ernstfall vorbereiten möchte, oder der Banker, der davor wohl nie bei uns eingekauft hätte.“ Alex Erhard, 52

Die Angst vor einem Blackout lässt die Verkaufszahlen im Lehmann Army- und Survival-Shop in Hard steigen.

Hard Urlaub ist für Alex Erhard und Angela Lehmann ein Fremdwort. Vor allem in Krisenzeiten gehören 14-Stunden-Tage zu ihrem Alltag. Die Sorge in der Bevölkerung vor einem möglichen Blackout lässt die Verkaufszahlen im Army- und Survival-Shop in Hard derzeit in die Höhe schnellen. „Die Nachfrage ist so groß wie nie“, sagt der ehemalige Soldat, der den Laden gemeinsam mit seiner Partnerin Angelika Lehmann führt. Ihr Sortiment umfasst rund 4000 Produkte, im Online-Shop bieten sie insgesamt 10.000 verschiedene Artikel an.

Früher seien es in erster Linie Wanderer und Camper gewesen, die in ihrem Geschäft die passende Ausrüstung gekauft haben. „Wir haben Kunden dazugewonnen. Heute kommt auch die 80-jährige Frau, die sich auf den Ernstfall vorbereiten möchte oder der Banker, der davor wohl nie bei uns eingekauft hätte.” Die Angst der Menschen vor einem möglichen Blackout sei deutlich spürbar, sagt Angela Lehmann. Zu den Verkaufsschlagern zählen neben Gaskochern, Taschenlampen oder Tabletten zur Desinfektion und Haltbarmachung von Wasser auch Schlafsäcke und Trockennahrung. Auf das Lieblingsessen muss auch in einer Notsituation nicht verzichtet werden. „Das Essen schmeckt wirklich gut und hält über viele Jahre“, sagt Erhard. Im Angebot hat der Ladenbesitzer unter anderem Spaghetti Bolognese, Wald-Gourmettopf mit Rind oder Rührei mit Zwiebeln. „Und das alles ohne Konservierungsstoffe“, fügt der 52-Jährige hinzu.

30 Prozent mehr Umsatz

Bei vielen Produkten hieß es zwischenzeitlich: ausverkauft. „Dazu zählen unter anderem Riegel, Rucksäcke oder Gaskocher.“ Die letzten Monate seien die Verkaufszahlen der Outdoor-Produkte um etwa 30 Prozent gestiegen. Das habe auch mit dem Ukraine-Krieg zu tun, sagt Erhard. „Bei uns kaufen auch Ukrainer ein, die sich entweder für den Einsatz ausrüsten oder sich mit warmen Schlafsäcken, Winterjacken und Rucksäcken eindecken.“

Als Unternehmer freue man sich über die starken Umsatzzahlen. Die Angst der Menschen wolle man aber keinesfalls ausnutzen. „Wir nehmen die Sorgen der Menschen ernst und setzen auf persönliche Beratung. Die Bedürfnisse der Kunden sind nämlich ganz individuell“, unterstreicht Erhard. „Wir verkaufen auch nur Produkte, die wir für sinnvoll erachten“, fügt Lehmann hinzu. Sie selbst haben sich ebenfalls bereits für den Ernstfall vorbereitet. „Unsere Vorratskammer ist prall gefüllt. Zudem haben wir einen Raketenofen, mit dem wir im Notfall auch im Freien kochen können.“

„Wir verkaufen nur Produkte, hinter denen wir stehen und die wir für sinnvoll erachten. Dazu zählen unter anderem Camping-Gaskocher. Wir selbst haben uns auch für den Ernstfall vorbereitet. Unsere Vorratskammer ist prall gefüllt.“ Angela Lehmann, 57

„Wir verkaufen nur Produkte, hinter denen wir stehen und die wir für sinnvoll erachten. Dazu zählen unter anderem Camping-Gaskocher. Wir selbst haben uns auch für den Ernstfall vorbereitet. Unsere Vorratskammer ist prall gefüllt.“ Angela Lehmann, 57

Alex Erhard und Angela Lehmann haben den Shop 2017 eröffnet.
Alex Erhard und Angela Lehmann haben den Shop 2017 eröffnet.

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