Welche Highlights dieses Jahr auf die Besucher des Weihnachtswalds warten

Vorarlberg / 27.11.2022 • 10:00 Uhr / 6 Minuten Lesezeit
Jolanda Gasperi achtet darauf, dass die Christbaumkugeln farblich zusammenpassen.<span class="copyright">VN/JUN</span>
Jolanda Gasperi achtet darauf, dass die Christbaumkugeln farblich zusammenpassen.VN/JUN

Zum siebten Mal hat Jolanda Gasperi mit ihrem Mann den Wald in St. Anton weihnachtlich geschmückt. Am 1. Adventsonntag ist er offiziell eröffnet.

St. Anton Es weihnachtet wieder in St. Anton im Montafon, genauer gesagt im Wald bei der Dorfstraße, denn dort hat Jolanda Gasperi wieder fleißig dekoriert, Christbaumkugeln und Weihnachtsmänner aufgehängt und Krippen, Wichtel und Engel aus Holz aufgestellt.

Mit viel Liebe zum Detail.
Mit viel Liebe zum Detail.
Der Duzilibaum.
Der Duzilibaum.

Bei Jolanda Gasperi ist eigentlich das ganze Jahr über Weihnachten. Damit es den Weihnachtswald in St. Anton überhaupt gibt, sammelt Jolanda das ganze Jahr über Christbaumkugeln, Girlanden und Co. Sie selbst bastelt auch Weihnachtsdeko in ihrem „Glitzerkeller“, malt Styroporkugeln goldig an, zeichnet Weihnachtsfiguren. Drei Wichtel aus Holz hat Jolanda letztes Jahr mit Hilfe eines Bekannten angefertigt. Diesen Sommer hat sie Holzengel mit ihrem Mann zusammen gebaut.

Nachbar Hans half auch fleißig mit.
Nachbar Hans half auch fleißig mit.
Die drei Engel hat Jolanda selbst entworfen.
Die drei Engel hat Jolanda selbst entworfen.

Angefangen hat alles 2015, als ihre Mutter gestorben ist. Ihre Mutter hat blaue Christbaumkugeln geliebt. So hängte Jolanda im Winter 2015 blaue Christbaumkugeln an einer Tanne im Wald bei St. Anton auf – damit das reflektierende Licht der glänzenden Kugeln in den Himmel strahlt, ihre Mutter so hinabschauen kann und ein Teil von ihr immer in St. Anton bleibt.

Mit diesem Baum hat alles angefangen. 2015 war er aber noch wesentlich kleiner.
Mit diesem Baum hat alles angefangen. 2015 war er aber noch wesentlich kleiner.

Viel selbst gemacht

Jolandas Mann Manfred gefiel der Tannenbaum aber nicht und er wollte einen eigenen, schöneren Baum schmücken. „So fing es dann an“, erinnert sich Jolanda zurück. Von Jahr zu Jahr wurde es mehr. In ihrem „Glitzerkeller“ häkelt sie silberne Glitzergirlanden, die 150 Meter lang sind. „Das ist nicht so teuer, als wenn ich sie kaufen würde“, so Jolanda. „Da steckt ganz viel Arbeit dahinter.“ Sie ist froh, dass Manfred und ihr Nachbar Hans helfen. Selbst zu dritt sind sie über eine Woche intensiv mit dem Schmücken beschäftigt. Dabei sage Manfred immer, es wäre nicht so viel Arbeit und man könne viel später anfangen – und wird jedes Mal eines Besseren belehrt. Denn die drei müssen aufs Wetter schauen. Wenn es schneit, regnet oder zu kalt ist, können sie nicht schmücken.

Manfreds Baum.
Manfreds Baum.
Gold-rot ist hier die Farbkombination.
Gold-rot ist hier die Farbkombination.
Am Eingang des Weihnachtswalds.
Am Eingang des Weihnachtswalds.

Neu dieses Jahr im Weihnachtswald ist der Duzilibaum. Dort können die Kleinen ihren Schnuller dranhängen, wenn sie ihn nicht mehr haben wollen. Auch wird es wieder einen Briefkasten geben, in dem die Kinder ihre Wünsche für das Christkind hineinschmeißen können. Ein großer Schlitten mit Geschenken, Holzhirsche mit einer Futterkrippe, eine große Krippe, die blaue Straße und viele weitere Attraktionen warten auf die großen und kleinen Besucher. Ein kleines Weihnachtsdorf steht ebenfalls neu im Weihnachtswald. Die Häuser hat Jolanda geschenkt bekommen, doch individuell mit beispielsweise goldenen Schindeln aufgepeppt. So ist der Weihnachtswald jedes Jahr ein bisschen anders gestaltet. Der Eingang wird mit Mistelzweigen geschmückt.

Die 200 Kilo schwere Krippe ist heuer neu.
Die 200 Kilo schwere Krippe ist heuer neu.
Guzlis für unterwegs.
Guzlis für unterwegs.

Der Weihnachtswald ist bereits im ganzen Land bekannt. Selbst ein Bus mit holländischen Pensionisten machte Halt in St. Anton. Jolandas Weihnachtswald ist aber nicht nur einer der bekanntesten, sondern auch der erste seiner Art. Mittlerweile gibt es im ganzen Ländle verteilt Weihnachtswälder, doch für Jolanda bleibt ihr Weihnachtswald der schönste und stimmigste. Sie verzichtet Großteils auf Kitsch und stimmt die Weihnachtsdeko farblich aufeinander ab, sodass es am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Ein Schlitten voller Geschenke.
Ein Schlitten voller Geschenke.
Auch diese Weihnachtswichtel hat Jolanda selbst gemacht.
Auch diese Weihnachtswichtel hat Jolanda selbst gemacht.

Auf Spenden angewiesen

„Ich bin ein Weihnachtsfreak und könnte das ganze Jahr über schmücken“, sagt Jolanda. Mit ihrer Weihnachtsdeko füllt sie locker eine ganze Ausstellung. Auch wenn sie viel selbst macht – auf Spenden ist sie trotzdem angewiesen. Manche stellen ihr einfach einen Karton mit Christbaumschmuck vor die Haustür oder an den Eingang des Weihnachtswaldes. Die Weihnachtszeit überleben leider nicht alle Kugeln. Durchschnittlich 400 Kugeln gehen kaputt. Plastikkugeln halten in der Regel länger als Glaskugeln.

Einer der vielen Weihnachtsmänner.
Einer der vielen Weihnachtsmänner.
Die "blaue Straße".
Die "blaue Straße".

Am kommenden, ersten Adventsonntag öffnet der Weihnachtswald in St. Anton im Montafon. Bis Mitte Jänner kann man ihn besichtigen. „Meiner ist das Original und am schönsten“, sagt Jolanda stolz. „Ich freue mich sehr, wenn ich jemanden eine Freude machen kann“, weshalb ihr „Glitzerkeller“ immer gut gefüllt sein wird, denn für Jolanda ist Weihnachten das ganze Jahr.

Weiterer Baumschmuck.
Weiterer Baumschmuck.

Öffnungszeiten und Termine

Öffnungszeiten: 1. Adventsonntag bis Mitte Jänner. 10. Dezember um 14 Uhr: Panflötenkonzert mit den Alegros. Spenden unter Tel. 06642131648

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