Ein Porträt des eigenen Vaters mit Blick auf die österreichische Politik

Vorarlberg / 28.11.2022 • 21:13 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
antrieb Ulrike Lunaceks Vater Heinrich wollte nie wieder hungern.

antrieb Ulrike Lunaceks Vater Heinrich wollte nie wieder hungern.

Langjährige Grün-Politikerin Ulrike Lunacek stellt ihr neues Buch vor.

schwarzach „Zwei grüne Leben. Vater und Tochter in Umbrüchen, Aufbrüchen und Wendezeiten“ – so heißt das neue Buch von Ulrike Lunacek. In ihrem Buch schreibt die freiberufliche Autorin und Moderatorin über sich und ihren Vater. Dabei rekonstruiert sie ihrer beider Leben. Bei Vorarlberg LIVE erzählte die langjährige Grün-Politikerin, wie ihr Vater Heinrich aus der Kriegsgefangenschaft kam und Bodenkultur studierte. „Sein Antrieb war, nie wieder zu hungern“, erzählt Ulrike Lunacek, die sich an die niederösterreichischen Milchgeschäfte der 1960er erinnert. „Da stand eine etwa 50 Zentimeter große Alma-Sennerin.“ Als Generaldirektor der heutigen Raiffeisen Ware Austria („Lagerhaus“) prägte er die Landwirtschaftspolitik nach dem 2. Weltkrieg mit. Ulrike Lunacek hingegen reiste als junge Dolmetschstudentin durch Südamerika, tauchte in die entwicklungspolitische und feministische Szene ein und „hatte ordentliche Auseinandersetzungen mit meinem Vater. Doch wir haben beide voneinander gelernt“, erinnert sich Lunacek zurück. Auf die Herausforderungen der heutigen Zeit hätte er auf jeden Fall reagiert. So hätte er beim Verlust der Artenvielfalt Maßnahmen gesetzt, ist sich Lunacek sicher.

Ich hatte ordentliche Auseinandersetzungen mit meinem Vater. Doch schlussendlich haben wir beide voneinander gelernt.

Ulrike Lunacek präsentiert heute im Gespräch mit Katy Bayer ihr neues Buch in der Stadtbücherei Bregenz (Gerberstraße 4) ab 19 Uhr.

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