Trotz Krise gibt es neue Lokale

Vorarlberg / 28.11.2022 • 20:01 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Geschäftsleiterin Jenny Thurnher beim Zapfen der Guinness-Harfe.
Geschäftsleiterin Jenny Thurnher beim Zapfen der Guinness-Harfe.

Die Vorarlberger Gastronomie kämpft sich weiter durch.

BREGENZ, DORNBIRN Es scheint, als ob die Gastronomie in den letzten Jahren keine Verschnaufpause bekommen habe. Erst kam die Pandemie, die massive Einschränkungen in der Gastro auslöste, und jetzt müssen die Gastronomen ebenfalls mit hohen Energiekosten kämpfen. „Wir wissen, dass es einige Schließungen gab“, erzählt der Vorarlberger Gastronomiesprecher Mike Pansi. „Erst recht zurzeit mit den hohen Mitarbeiterkosten und der Inflation mit 11 Prozent. Davor war noch die Coronapandemie – man geht von einer Krise in die nächste.“

Dadurch dass die Treibstoffpreise in die Höhe gegangen sind, haben die Lieferanten ihre Preise ebenfalls nach oben befördert. „Die Teuerung trifft nicht nur uns als Gastronomen, sondern auch die Gäste, weil wir die Preise nicht dämpfen können“, betont Pansi. Der Gastronomiesprecher zielt dabei auf die Lebensmittelpreise, bei denen er eine 24-prozentige Steigerung vermerkt habe. Das hat zur Folge, dass viele Gasthäuser mit der Angebotsauswahl runterfahren oder ihre Preise den Ausgaben anpassen müssen. „Wir sind noch nicht in der Erholungsphase.“

Neueröffnung

Trotz der Unsicherheit hat in Dornbirn vor Kurzem ein neues Lokal eröffnet: Irish Pub Sunny James. „Ich hatte einige Bedenken und habe alles im Kopf mehrmals durchgearbeitet“, schildert Besitzer Ilker Sönmez. „Schlussendlich kommt immer eine Krise. Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht.“ Somit hat Vorarlberg den ersten Irish Pub bekommen. Eine große Besonderheit ist, dass die komplette Einrichtung aus Irland geliefert worden ist. Dazu gibt es zehn verschiedene Biersorten, neben Spezialitäten aus Irland wie das Guinness, das ursprünglich aus Dublin kommt, gibt es gleichzeitig das Mohren und Fohrenburger. „Allein das macht uns einzigartig“, sagt Geschäftsleiterin Jenny Thurnher.

Hinzu kommt, dass es jeden Freitag Livemusik gibt. „Genau das hat bei uns gefehlt“, so Sönmez. Und das haben die beiden Gastronomen bemerkt, denn der Andrang nach der Neueröffnung war riesig. „Die Leute rennen uns die Bude ein, auch jetzt vier Wochen nach dem Start“, schildert Jenny Thurnher. „Wenn alles gut durchgeplant ist, kann nicht viel passieren. Schließlich muss man sich auch anpassen können“, fügt Ilker Sönmez hinzu. VN-PEM

„Die Teuerung trifft nicht nur uns als Gastronomen, sondern auch die Gäste.“

Besitzer Ilker Sönmez wollte ein besonderes Lokal aufmachen. VN/PAULITSCH
Besitzer Ilker Sönmez wollte ein besonderes Lokal aufmachen. VN/PAULITSCH
Sönmez und Thurnher waren in Dublin und haben sich einige Pubs angeschaut. So konnten sie ein authentisches hier öffnen.
Sönmez und Thurnher waren in Dublin und haben sich einige Pubs angeschaut. So konnten sie ein authentisches hier öffnen.

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