Wälder Musik aus Lustenauer Schule

Vorarlberg / 28.11.2022 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Jugendensemble „Wäldar Buromusig“ unter der Leitung von Stefan Bär hat den begehrten Herma-Haselsteiner-Preis nach Vorarlberg geholt. C. Sigl
Das Jugendensemble „Wäldar Buromusig“ unter der Leitung von Stefan Bär hat den begehrten Herma-Haselsteiner-Preis nach Vorarlberg geholt. C. Sigl

Begehrter Preis für Ensemble „Wäldar Buromusig“, das an der Rheintalischen Musikschule in Lustenau lernt.

Langenegg, Lustenau Zum ersten Mal in der Geschichte des Alpenländischen Volksmusikwettbewerbs holt sich ein Vorarlberger Ensemble den begehrten Herma-Haselsteiner-Preis. „Meine Schüler sind als Jugendensemble angetreten und haben neben der besten Benotung in ihrer Kategorie auch noch den Herma-Haselsteiner-Preis gewonnen“, freut sich ihr Lehrer und Musikpädagoge an der Rheintalischen Musikschule in Lustenau Stefan Bär (46). Der Langenegger, der Mitglied des Holstuonarmusigbigbandclub (HMBC) war, ist stolz auf diese Auszeichnung, die seine Schüler in Innsbruck verliehen bekommen haben. Auch Musikschuldirektorin Doris Glatter-Götz von der Rheintalischen Musikschule hat großes Lob für die Jugendlichen: „Das ist ein einzigartiges Ergebnis.“

Bauernmusik aufleben lassen

Bereits Ende Oktober fand in Innsbruck der viertägige Wettbewerb statt, der als größter überregionaler Musikwettbewerb der alpenländischen Volksmusik gilt. Mehr als 700 junge Musikanten aus Österreich, Bayern und Südtirol präsentierten ihr Können vor der Jury. Die fünf Schüler von Stefan Bär, die sich „Wäldar Buromusig“ nennen, haben für ihren Auftritt in Innsbruck alte Bregenzerwälder Bauernlieder einstudiert und die Jury mit ihren Stücken und ihrem Können mitgerissen. „Wir wollten alte Bregenzerwälder Bauernstücke nachspielen und haben dafür extra die Es-Klarinette und die Es-Trompete mitverwendet“, so Bär. Jeden Tag spielte die „Wäldar Buromusig“ in Innsbruck vor den zahlreich erschienenen Gästen. Am Samstag startete dann der Wettbewerb. „Wir haben uns eigentlich nichts erwartet. Umso größer war die Überraschung, als wir sogar den begehrten Preis erhielten“, so Bär. Von den 700 Gruppen wurden lediglich sechs mit dem Haselsteiner-Preis ausgezeichnet. Die „Wäldar Buromusig“ holte sich den Preis in der Kategorie „Instrumentalgruppe“.

Großes Interesse an Vielfalt

„Das Interesse der jungen Leute an der Volksmusik wächst stetig, da sie mit ihrem Instrument sehr vielfältige Musikrichtungen einschlagen können“, so Bär. Von Jazzstücken über Pop bis hin zu Volksmusikliedern ist bei dem Blechbläserquintett alles möglich. Für die Schüler Leo Summer (Tuba), Michael Ludescher (Es-Trompete), Lena Pfitscher (Es-Klarinette), Joachim Gallez (Flügelhorn), Benedikt Bär (Flügelhorn) sowie Franziska Bär (Horn) eröffnen sich durch den Preis neue Möglichkeiten, ihre Musik der Öffentlichkeit zu präsentieren. So werden sie Auftritte in und um Innsbruck geben, werden Teil einer professionellen CD-Produktion sein, erhalten ein Budget für Trachten und Instrumente und halten ein Konzert in ihrem Bundesland ab. Bvs

„Meine Schüler haben neben der besten Benotung in ihrer Kategorie auch noch den Herma-Haselsteiner-Preis gewonnen.“

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