Spenden statt verpulvern

Vorarlberg / 29.11.2022 • 16:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Abfeuern von Raketen und Böllern an Silvester bleibt in Frastanz auch in diesem Jahr verboten.
Das Abfeuern von Raketen und Böllern an Silvester bleibt in Frastanz auch in diesem Jahr verboten.

Marktgemeinde Frastanz animiert Bürger, ihr Geld lieber zu spenden als in Feuerwerkskörper zu investieren.

Frastanz Unter dem Motto „Spenden statt Verpulvern“ ruft die Marktgemeinde Frastanz die Bevölkerung dazu auf, auch dieses Jahr wieder auf den Kauf von Feuerwerkskörper zu verzichten und das Geld stattdessen zu spenden. „Unsere Vision ist ein Silvester ohne Raketen und stattdessen Menschen in Frastanz zu helfen“, erklärt dazu Bürgermeister Walter Gohm. Durch die Spenden an „Frastanz hilft“ bekommen Einzelpersonen und Familien in Frastanz zielgerichtet Sachspenden oder finanzielle Unterstützung. Dabei werden jene Menschen berücksichtigt, die unverschuldet in eine Notsituation gekommen sind oder einen schweren Schicksalsschlag erleiden mussten.

„Frastanz hilft“

Die Aktion „Frastanz hilft“ wurde im Frühjahr 2020, also mit Anfang der Coronapandemie, ins Leben gerufen und zielt darauf ab, Menschen vor Ort gezielt mit Sach- oder Geldspenden zu unterstützen. So wurden beispielsweise Einkaufsgutscheine an unverschuldet in Notlage geratene Frastanzer ausgegeben. Letztes Jahr im Dezember wurde das Ganze dann noch weiter ausgebaut und seither ruft die Marktgemeinde speziell zum Jahreswechsel zur Spende auf. „Mit dem Verzicht auf Raketen und Böller kann das Geld einem guten Zweck in unserer Gemeinde zugeführt werden. Weiters schonen wir Menschen, Tiere und Natur durch weniger Feinstaub und weniger Lärm in der Silvesternacht“, ist Gohm überzeugt.

Die Marktgemeinde möchte neben der Spendenaktion aber auch nochmal auf die geltenden Regelungen verweisen: Das Pyrotechnikgesetz regelt den Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen. So ist das Abfeuern von Feuerwerkskörpern innerhalb der Ortsgebiete laut diesem Gesetz in Österreich verboten.

Die Möglichkeit auf eine Ausnahme zum Jahreswechsel wird in Frastanz seit Jahren nicht erteilt, um Mensch, Tier und Umwelt zu schonen. Denn abgesehen davon, dass Silvesterraketen gesundheitliche Risiken wie eine erhöhte Feinstaubbelastung und ein erhöhtes Verletzungsrisiko mit sich bringen, leiden besonders auch Tiere unter dem Zünden der Feuerwerkskörper. Denn der ganze Lärm löst bei Wild- und Haustieren Angst und Panik aus. Außerdem kommt es häufig auch zu Hörschäden oder sogar Hörverlust. Hinzu kommt, dass auf den Wiesen und in den Wäldern Unmengen an Silvesterabfall liegen bleibt. Daher bleibt das Abbrennen von Feuerwerkskörpern innerhalb des Ortsgebiets von Frastanz auch in diesem Jahr zu Silvester verboten.

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