Zum Gedenken

Vorarlberg / 29.11.2022 • 17:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zum Gedenken

Egg Am 30. Juni 1936 wurde Rudolf Kohler als neuntes Kind der Familie im E-Werk Egg, wo sein Vater tätig war und die Familie wohnte, geboren. Nicht nur in der elterlichen Landwirtschaft, sondern auch im E-Werk war es selbstverständlich, dass Rudolf mithalf. Schwere Schicksalsschläge musste er schon in jungen Jahren verkraften. Drei seiner Brüder kamen im Krieg ums Leben, und als Rudolf 20 Jahre alt war, verstarben beide Eltern kurz nacheinander. Seine Schwester Anna war ihm damals und später immer eine gute Bezugsperson. Neben dem Besuch der Volksschule war Rudolf viel Zeit auf verschiedenen Alpen in Balderschwang tätig. Nach dem Pensionsantritt seines Vaters konnte er dessen Arbeitsstelle als Maschinist im E-Werk übernehmen. Anfang der 70er-Jahre trat er den Dienst bei der Post an und war bis zu seiner Pensionierung als Briefträger tätig. Privat fand er sein Glück in seiner Ehefrau Bernadette, welche er im Jahr 1971 heiratete. Sie brachte Pflegetochter Monika mit in die Familie.

Nach einem Jahr kam Tochter Gabi zur Welt und später die Zwillinge Hubert und Marika. Neun Enkel und drei Urenkel bevölkern inzwischen die Familie. Vor einem Jahr konnten Rudolf und Bernadette mit ihrer Familie die Goldene Hochzeit feiern. Neben seiner Familie hatte „Kohlars Rudl“ – wie ihn die meisten nannten – viele Interessen. Mit seinem Roller kam er überallhin, wo etwas los war und er Leute traf, auf den Fußballplatz, zu verschiedenen Festen, zum Jassen
. . . Viele Jahre war er als ehrenamtlicher Helfer bei der Egger Rettung im Einsatz. Besonders freuten ihn die Feste und Ausflüge im Verein und auch beim Zivilinvalidenverband, wo er bei vielen Ausfahrten als Helfer tätig war.

Bei der Dornbirner Messe tat er gute Dienste im Rollstuhlverleih für gehandicapte Menschen. Als die gesundheitlichen Probleme seinen Radius einschränkten, genoss er die Zeit mit seinen Lieben und gab ihnen viele Erinnerungen für ihr Leben mit.

Die Gottesdienste zu Rudolfs Verabschiedung gestaltete die Familie mit, musikalisch von den Nachbarn Marc und Bernd begleitet (Totenwache) sowie von Brigitte und Barbara (Messfeier). Möge Rudolf nun in Gottes Geborgenheit weiterleben.

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