16 Prozent mehr Fördergelder für die 24-Stunden-Betreuung

Vorarlberg / 30.11.2022 • 21:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Bei der 24-Stunden-Betreuung erhöht das Land Vorarlberg in Abstimmung mit dem Bund die Fördergelder um mehr als 16 Prozent. Die Änderung tritt mit 1.1.2023 in Kraft. „Die häusliche Pflege muss auch angesichts von Teuerung und Inflation weiterhin leistbar sein – das ist uns ein großes Anliegen“, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner. Die Erhöhung sieht er als richtige und wichtige Weichenstellung. „Gerade die 24-Stundenbetreuerinnen und -betreuer sind eine wichtige Säule in unserem Pflege- und Betreuungssystem“, hielt Landesrätin Katharina Wiesflecker fest.

Die aktuelle Bund-Länder-Vereinbarung sieht eine Förderung der 24-Stunden-Betreuung in maximaler Höhe von 40 Millionen Euro jährlich vor. Davon tragen 40 Prozent die Länder. In Vorarlberg wird dies über den Sozialfonds abgerechnet. Diese Förderbeträge werden nun um 16,67 Prozent valorisiert, das bedeutet eine Gesamterhöhung um 16 Millionen Euro pro Jahr.

In Vorarlberg werden rund 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in ihrem Zuhause betreut, erklärt Wiesflecker. Laut Schätzung werden jeden Monat mindestens 1800 Personen bzw. Haushalte durch die 24-Stunden-Betreuung unterstützt. Die Einsätze in den Haushalten erfolgen dabei meist im mehrwöchigen Wechsel, das heißt, pro Haushalt sind zwei Personenbetreuer tätig.

Im Fall eines selbstständigen Betreuungsverhältnisses steigen die Zuwendungen für die 24-Stunden-Betreuung von 275 Euro auf 320 Euro, bei zwei selbstständigen Betreuungsverhältnissen von 550 Euro auf 640 Euro.
Betrifft die Förderung ein unselbstständiges Betreuungsverhältnis, erhöhen sich die Zuwendungen von 550 Euro auf 640 Euro, bei zwei selbstständigen Betreuungsverhältnissen von 1100 Euro auf 1280 Euro.

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