Mehr Viren im Abwasser

Vorarlberg / 30.11.2022 • 18:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit deutlich mehr Spitalspatienten wird indes nicht gerechnet.

Wien Die laufenden Analysen auf das Vorkommen von SARS-CoV-2 im Abwasser haben zuletzt in den meisten Bundesländern einen deutlichen Anstieg von Coronavirus-Nachweisen gezeigt. Die Zahl der positiven Tests in der Bevölkerung stagniere zwar nahezu noch in allen Altersgruppen, berichtete das Covid-Prognosekonsortium in seinem am Mittwoch veröffentlichten Update. Vergangene Wellen hatten sich jedoch auch durch einen Zeitverzug des Anstiegs gegenüber dem Abwassersignal ausgezeichnet.

Der Anteil der Varianten BQ.1, BQ.1.1 und BQ.1.10 wuchs von 21,2 Prozent in der Kalenderwoche 45 auf rund 30 Prozent in der vorletzten Kalenderwoche 46. Aufgrund des zunehmenden Anteils dieser Varianten lasse sich eine Beschleunigung des Infektionsgeschehens erwarten, erläutern die Experten von TU Wien, MedUni Wien und Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Inwiefern bzw. ab wann sich dies in gemeldeten Positivtestungen widerspiegelt, sei “nicht abschätzbar”.

Wie im Juli oder Oktober

Es bestehe jedenfalls kein Grund zur Annahme, dass diese Omikron-Subvarianten zu verstärkten Hospitalisierungen führen. Daher ist nicht davon auszugehen, dass eine wesentlich höhere Covid-spezifische Systembelastung als in den vergangenen beiden Infektionswellen im Juli sowie im Oktober zu verzeichnen sein wird, heißt es weiter.

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