Mit 2023 ist und bleibt die „Traube“ Geschichte

Vorarlberg / 30.11.2022 • 19:24 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die „Traube“ wird mit Jahresende den Betrieb einstellen. Das ist fix. VN/Rauch
Die „Traube“ wird mit Jahresende den Betrieb einstellen. Das ist fix. VN/Rauch

Eine Weiterführung der „Traube“ ist keine Option.

Bildstein Nach dem Verkauf der „Traube“ in Bildstein machte sich der Bürgermeister Hoffnungen, das Restaurant in irgendeiner Form erhalten zu können. Dieser Wunsch wird sich jedoch nicht erfüllen.

Zwischen Wollen und Können

Nicht nur dass der neue Eigentümer bereits klar machte, dass entsprechende Hoffnungen unbegründet sind. Schließlich habe er es sogar auf Wunsch geprüft, bereits die feuerpolizeiliche Genehmigung eines neuen Lokals sei unmöglich. Wirtschaftlich zu führen wäre der Betrieb auch nicht, außerdem fehle es an den für eine Neugenehmigung notwendigen Parkplätzen. Zwischen Wollen und Können lägen hier Welten, selbst wenn man einen Wirt finden würde.

Der bisherige Wirt Hugo Zanghellini steht auf jeden Fall nicht zur Verfügung. Nach 50 Jahren muss auch genug sein dürfen, verweist der Gastronom auf die wohlverdiente Pension. Am 29. Dezember ist die letzte Möglichkeit, die „Traube“ zu besuchen, dann schließen die Türen des etablierten Hauses für immer.

„Traube“ suchte Nachfolger

Dabei war Zanghellini durchaus bemüht, einen Nachfolger zu finden. Die jahrelange Suche nach einem Käufer aus dem Gastgewerbe blieb jedoch erfolglos. „Ein Hotel in dieser Größe sieben Tage die Woche zu führen, das geht nur wenn man wie ich selbst auch der Koch ist“, weiß Zanghellini. Und selbst dann kann es nur als Familienbetrieb funktionieren, ansonsten lässt es sich nicht erhalten. „Und wer will heute schon noch sieben Tage die Woche arbeiten“, verweist Zanghellini auf das erforderliche Engagement. In der eigenen Familie gab es jedoch ebenfalls niemanden, der das Haus weiterführen wollte, und auch keinen Käufer, der das Hotel erhalten wollte.

Damit blieb dann nach über einem halben Jahrzehnt der Nachfolgersuche nur noch eine Lösung: Die Gaststätte mit Hotel ist verkauft und werde zu einem Privathaus umgestaltet. Damit werde man sich in Bildstein abfinden müssen.

Denn im Rathaus trauert man dem Vier-Sterne-Betrieb bereits hinterher. Bildsteins Bürgermeister Walter Moosbrugger hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Gegenüber den VN erklärte er, in Gesprächen mit dem Besitzer eventuell eine Fortführung der Wirtschaft erreichen zu wollen. Eventuell wäre es ja möglich, einen Teil des Gebäudes an einen Gastwirt zu verpachten.

Diese Hoffnungen sind jedoch mit dem Verweis durch den neuen Eigentümer, der ebenfalls langjährige Erfahrung im Gastgewerbe hat, auf die Unmöglichkeit der Genehmigung, ohne jede Aussicht auf Erfolg. Auch Zanghellini kann sich nicht vorstellen, dass so etwas gelingen könnte. VN-rau

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