Vorarlbergs Retter werben für hilfreiche App

Vorarlberg / 30.11.2022 • 19:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So könnte eine Positionierung im Ortskern von Bildstein aussehen. Die drei Worte lassen sich einfacher weitergeben als Koordinaten oder lange Erklärungen. Rotes Kreuz Vorarlberg
So könnte eine Positionierung im Ortskern von Bildstein aussehen. Die drei Worte lassen sich einfacher weitergeben als Koordinaten oder lange Erklärungen. Rotes Kreuz Vorarlberg

Feldkirch „What3words“, übersetzt „Welche drei Worte“, ist für die Vorarlberger Rettungs- und Feuerwehrleitstelle eine Revolution in der Ortung von Verunfallten. Das der App zugrunde liegende System hat die Welt in drei mal drei Meter große Quadrate eingeteilt und jedem eine einzigartige Kombination von drei Wörtern zugeweisen. Dies erlaubt, jeden Standort eindeutig zu identifizieren.

Die Kommunikation zwischen Hilfesuchenden und Helfenden ist dadurch denkbar einfach: Ist die App auf dem Handy installiert und die Standort-Funktion aktiviert, muss der Anwender nur warten, bis der blaue GPS-Punkt in der App stabilisiert. Tippt er nun diesen an, definiert what3words die entscheidenden drei Wörter. Diese gibt der Nutzer an das Leitstellenpersonal weiter. RFL-Bereichsleiter Julian Spiegel ergänzt: „Hat der Hilferufende die App nicht installiert, können wir ihm den what3words-FindMe-Link per SMS zusenden, um so den genauen Standort zu erfahren.“

Spiegel kennt auch Beispiele für den Nutzen der App: „An einem Sommerabend im Juli setzte ein auf einem Güterweg im Firstgebiet verunglückter Mountainbiker einen Notruf ab.“ Mit Hilfe der App war er schnell lokalisiert und der Hubschrauber konnte ihn vor Einbruch der Dunkelheit bergen.

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