Omikron-Herkunft ist geklärt

Vorarlberg / 02.12.2022 • 17:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wissenschafter haben einen Stammbaum der Variante erstellt.

Berlin Vor rund einem Jahr wurde in Südafrika erstmals die Omikron-Variante von SARS-CoV-2 entdeckt. Sie hat sich weltweit verbreitet. Laut Berliner Wissenschafter entwickelte sich die Mutation langsam in Menschen – auf jeden Fall in Afrika. Es handelt sich um keine sogenannte Zoonose. „Eine jetzt im Fachmagazin ‚Science‘ veröffentlichte Studie der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit afrikanischen Kooperationspartnern zeigt: Omikron-Vorläufer gab es auf dem afrikanischen Kontinent schon deutlich vor dem ersten Nachweis von Omikron. Demnach ist die Virusvariante schrittweise über mehrere Monate in verschiedenen Ländern Afrikas entstanden, schreibt die Universitätsklinik in einer Aussendung.

Seit Beginn der Pandemie verändert sich das Coronavirus. Den bisher größten Sprung in der Evolution von SARS-CoV-2 konnten Forschende vor einem Jahr beobachten, als eine Variante entdeckt wurde, die sich durch mehr als 50 Mutationen vom Erbgut des ursprünglichen Virus unterschied. „Erstmals Mitte November 2021 bei einem Patienten in Südafrika nachgewiesen, erreichte die später als Omikron BA.1 bezeichnete Variante innerhalb weniger Wochen 87 Länder der Erde. Bis Ende Dezember 2021 hatte sie das zuvor dominierende Delta-Virus weltweit verdrängt“, stellten die deutschen Experten fest. Seither wurde über den Ursprung dieser sich so rasant ausbreitenden Variante spekuliert. Diskutiert wurden vorrangig zwei Hypothesen: Entweder sei das Coronavirus vom Menschen auf ein Tier übergesprungen und habe sich dort weiterentwickelt, bevor es als Omikron wieder einen Menschen infizierte. Oder das Virus habe in einem Menschen mit unterdrücktem Immunsystem für längere Zeit überdauert und sich dort verändert. Eine neue Auswertung von Proben, die schon vor der Omikron-Entdeckung in Südafrika gesammelt worden waren, widerspricht demnach beiden Annahmen.

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