Drinnen im Wald kommt der Nikolaus her

Vorarlberg / 05.12.2022 • 19:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Der Nikolaus und sein Gehilfe Knecht Ruprecht lassen bei ihrem Besuch beim Wälderbähnle seit Jahren die Kinderherzen höher schlagen.<span class="copyright"> VN/Hartinger</span>
Der Nikolaus und sein Gehilfe Knecht Ruprecht lassen bei ihrem Besuch beim Wälderbähnle seit Jahren die Kinderherzen höher schlagen. VN/Hartinger

Die Nikolausfahrten mit dem Wälderbähnle begeistern tausende Besucher. Heuer gibt es erstmals auch einen Weihnachtsmarkt.

Bezau Mit flinken Fingern wickelt Ingrid Sawires ein gelbes Band um ein Nikolaussäckle und legt es in eine Holzkiste. Sie ist schon seit Jahren eine der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Wälderbähnle-Nikolauses und organisiert das Säcklepacken. „Personalprobleme habe ich jedenfalls keine. Wir freuen uns eigentlich das ganze Jahr schon darauf“, sagt sie und muss lachen.

Ingrid und Othmar treffen die letzten Vorbereitungen für den Wälderbähnle-Nikolaus. <span class="copyright">VN/Fetz</span>
Ingrid und Othmar treffen die letzten Vorbereitungen für den Wälderbähnle-Nikolaus. VN/Fetz

Das eingespielte Team bereitet insgesamt rund 2700 Nikolaussäckle gefüllt mit Äpfeln, Erdnüssen, Lebkuchen, Schokolade und anderen Süßigkeiten für den Nikolaus vor. Dieser taucht auch heuer wieder gemeinsam mit Knecht Ruprecht auf der Fahrtstrecke zwischen Bezau und Schwarzenberg aus dem Wald auf und erfreut tausende Besucher.

Anna und Annelies zählen schon von Anfang an zu den Helferinnen und Helfern des Wälderbähnle-Nikolauses. <span class="copyright">VN/Fetz</span>
Anna und Annelies zählen schon von Anfang an zu den Helferinnen und Helfern des Wälderbähnle-Nikolauses. VN/Fetz

Einer, der sich noch gut an die ersten Nikolaus-Fahrten erinnert, ist der Langenegger Jakob Bobleter. Die Idee, eine Nikolausfahrt zu veranstalten, hatten er und das Bähnle-Team im Jahr 1995. „Es war von Anfang an klar, dass der Nikolaus aus dem Wald kommen muss und dass jedes Kind ein Nikolaussäckle bekommt“, erzählt er. Das Angebot sei damals innerhalb kürzester Zeit ausgebucht gewesen und so habe man gleich eine zweite Fahrt veranstaltet.

Bilder von vergangenen Jahren. <span class="copyright">Verein/VN/Fetz</span>
Bilder von vergangenen Jahren. Verein/VN/Fetz

„Ein Jahr später sind dann die Telefone nicht mehr still gestanden“, erinnert sich Bobleter. „Statt den geplanten zweimal ging es fünfmal auf Tour. Und das hat sich dann jedes Jahr gesteigert.“

Jakob Bobleter engagiert sich schon seit über 25 Jahren für die Wälderbähnle-Nikolausfahrten. <span class="copyright">VN/Fetz</span>
Jakob Bobleter engagiert sich schon seit über 25 Jahren für die Wälderbähnle-Nikolausfahrten. VN/Fetz

Über 6500 Tickets wurden heuer wieder verkauft, wie Geschäftsführer Walter Rüf berichtet. „Innerhalb der ersten 24 Stunden waren im Vorverkauf schon 4200 Tickets weg“, erzählt er. Die 31 Fahrten, die dieses Jahr geplant waren, waren rasch ausverkauft und nur noch Restplatzkarten verfügbar. Wer dennoch Wälderbähnle-Nikolaus-Flair erleben möchte, für den bietet sich die Möglichkeit beim neuen Weihnachtsmarkt am Bahnhof in Bezau.

„Aus Platzgründen starten wir jetzt einmal den Versuch mit Marktständen. Hier gibt es dann auch die traditionellen Wienerle“, erklärt Rüf, der den Markt gerne als Fixpunkt etablieren möchte.

Innerhalb der ersten 24 Stunden waren im Vorverkauf schon 4200 Tickets weg.

Walter Rüf, Wälderbähnle-Geschäftsführer

Inzwischen sind die Vereinsmitglieder mit über 31 geplanten Fahrten an den Kapazitätsgrenzen angelangt. „Wir sind alles Ehrenamtliche, da geht sich zeitlich einfach nicht mehr aus“, sagt Bobleter. Mit einem Plakat wirbt das Bähnle-Team derzeit am Bahnhof auch um neue Vereinsmitglieder beziehungsweise Helfer.

Walter Rüf und Ernst Cavegn sind mit den letzten Vorbereitungen für die Nikolausfahrten beschäftigt.
Walter Rüf und Ernst Cavegn sind mit den letzten Vorbereitungen für die Nikolausfahrten beschäftigt.

Für die Wälderbähnler sind die Nikolausfahrten eine wichtige Einnahmequelle, um die Museumsbahn zu erhalten, gerade nach zwei schwierigen Corona-Jahren. Was die diesjährige Sommersaison angeht, so hat Rüf Positives zu berichten. „Wir sind grundsätzlich zufrieden. Die Zahlen liegen nur ganz knapp unter dem Niveau von 2019 und das war unsere bislang beste Saison.“ Damals zählte man 50.000 Besucher. Vor allem der Juli und August seien heuer überraschend stark gebucht gewesen. Im September seien zwar noch Busreisegruppen ausgeblieben. „Mit zusätzlichen Fahrten im Oktober konnten wir aber wieder aufholen.“

Wir sind alles Ehrenamtliche und mit den Fahrten an der Kapazitätsgrenze angekommen.

Jakob Bobleter, Vereins-Urgestein

Nach Saisonende standen dann noch Sanierungsarbeiten an der Museumsbahnstrecke auf dem Programm. Ein kleiner Gleisabschnitt bei der Straßenquerung im Kreisverkehr kurz vor dem Wälderbähnle-Bahnhof Schwarzenberg wurde noch erneuert. Seit Ende November ist nun der Wälderbähnle-Nikolaus wieder auf Tour.

Weitere Infos und Markttermine sind unter www.waelderbaehnle.at abrufbar.

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