Mehr Platz für ­jugendliche Flüchtlinge

Vorarlberg / 05.12.2022 • 18:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Derzeit befinden sich 75 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Landesbetreuung. VN/PAulitsch Symbolbild
Derzeit befinden sich 75 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Landesbetreuung. VN/PAulitsch Symbolbild

40 Jugendliche werden bis Mitte März übernommen.

Bregenz Vorarlberg will bei der Betreuung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge mehr leisten. Wie die zuständige Landesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) erklärt, könne man bis Mitte März 40 Minderjährige aus Traiskirchen aufnehmen.

Geplant sei es, die 40 unbegleitete Minderjährigen in zwei Unterkünfte je 20 Personen zu beherbergen. Je eine sollen im Ober- und Unterland enstehen und müssen noch adaptiert werden, daher der Bezug erst im kommenden Jahr. Für zwölf weitere jugendliche Migranten sollen noch Plätze gefunden werden. Derzeit befinden sich 75 unbegleitete Minderjährige in der Landesbetreuung, zwei von ihnen sind jünger als 14 Jahre. Das Gros der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge stammt aus Afghanistan und Syrien.

In den meisten Unterkünften können die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge rund um die Uhr betreut werden. Dies kostet jedoch Geld. Wiesflecker fordert daher eine Erhöhung des Tagsatzes für die Betreuung der Jugendlichen, von derzeit 95 auf 150 Euro pro Person und Tag. Auch wenn man alternativ die Vollkosten als Bezugsgröße heranziehe, komme man auf einen ähnlichen Wert. Die Kosten der Betreuung der Jugendlichen teilen sich in beiden Varianten der Bund und das Land im Verhältnis 60 zu 40 auf. Parallel dazu laufen die Bemühungen, weitere Quartiere für Flüchtlinge zu schaffen. Pro Woche übernimmt das Land rund 40 Personen aus der Bundesbetreuung. „Wir sind das Bundesland, dass in den vergangenen Wochen am meisten zusätzliche Plätze geschaffen hat“, betont der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP). Bei der Quotenerfüllung liege Vorarlberg damit inzwischen auf Platz drei hinter dem Burgenland und Wien. Vorarlberg bleibe damit auch das einzige Bundesland, in dem zeitweise Zelte aufgestellt, aber nie bezogen wurden. VN-RAU

„Wir sind das Bundesland, das am meisten zusätzliche Plätze geschaffen hat.“

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