Eigenmittel per Darlehen

Vorarlberg / 06.12.2022 • 17:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Das Land will die Schaffung von Eigentum erleichtern. VN/STeurer
Das Land will die Schaffung von Eigentum erleichtern. VN/STeurer

Land präsentiert vereinfachtes Wohnpaket mit Pauschalkrediten.

Bregenz Vor zwei Wochen wurde es von der Vorarlberger Volkspartei angekündigt, am Dienstag wurde das neue Wohnpaket von der schwarz-grünen Landesregierung beschlossen. Das Ziel sei nicht zuletzt, jungen Familien die Schaffung von Wohneigentum einfacher zu machen. Die neuen Richtlinien gelten erstmals nur für ein Jahr.

Neu ist hierbei das Eigenmittelersatzdarlehen. Eine entsprechende Richtlinie wurde am Dienstag beschlossen: “Da geht es uns darum, dass wir eine Eigenmittelersatzdarlehen in Höhe von 25.000 Euro – vor zwei Wochen waren wir noch bei 20.000 Euro – mit einer Laufzeit von 20 Jahren unter gewissen Bedingungen gewähren”, erklärt Landeshauptmann Markus Wallner. Diese könne als Eigenmittelersatz angerechnet werden, der Einstiegszinssatz liege bei null Prozent, ohne Eintrag ins Grundbuch.

Statt pro Quadratmeter gibt es bei der Wohnbauförderung künftig Pauschalsätze für die Kredite, sowie nur mehr acht statt 23 Zuschläge. Berücksichtigt werden soziale Umstände wie ein Kinderzuschlag, aber auch wie vom Koalitionspartner angekündigt Klimaschutzkriterien oder die Verwendung regionaler Baustoffe. Zwei Erwachsene mit einem Netto-Haushaltseinkommen von 4760 Euro könnten für eine 78 Quadratmeter große Wohnung bis zu 125.000 Euro an Wohnbauförderung erhalten, rechnet Wallner vor. Auch bei der Wohnbeihilfe gibt es Anpassungen zum Vorteil von Mindestrentnern.

Im Sozialen Wohnbau wird es bei Kostenobergrenzen bleiben. Wohnbaulandesrat Marco Tittler will das Gespräch mit den Gemeinden suchen, wie dennoch der Wohnbau forciert werden kann. Aber eine Tiefgarage für eine Einheit mit sieben Wohnungen und Satteldach widerspreche dem Ziel niedriger Mieten.

Am selben Tag kündigten die Neos einen Antrag für mehr leistbaren Wohnraum an. Handlungsbedarf sieht Garry Thür etwa bei der Absetzbarkeit der Finanzierungskosten, der Grunderwerbssteuer und die Bindung der Wohnbeihilfe an die Ortsüblichkeit der Mieten.

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