Gericht: 16-Jährige angeblich in Pkw vergewaltigt

Vorarlberg / 09.12.2022 • 11:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Zweitangeklagte muss sich unter anderem wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und der Körperverletzung verantworten.<span class="copyright"> vn-gs</span>
Der Zweitangeklagte muss sich unter anderem wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung, des sexuellen Missbrauchs und der Körperverletzung verantworten. vn-gs

Wie sich drei junge Angeklagte den gravierenden Vorwürfen der Staatsanwalt stellen.

Feldkirch Zwei der Österreicher türkischer Herkunft werden beim Prozess aus der Haft vorgeführt. Auch der Drittbeschuldigte, der sich auf freiem Fuß befindet, muss auf der Anklagebank Platz nehmen.

Tatort Parkplatz

Die von Staatsanwalt Johannes Hartmann vorgetragenen Vorwürfe wiegen schwer. Vor allem für die derzeitigen U-Häftlinge im Alter von 20 und 21 Jahren. Es war im Juli dieses Jahres, als die jungen Männer in einem Vorarlberger Lokal laut Hartmann „den Zustand einer16-jährigen Jugendlichen für sexuelle Handlungen ausnutzten.“ Konkret: Die Angeklagten hätten dem stark betrunkenen Mädchen angeboten, sie nach Hause zu fahren. „Stattdessen fuhr man mit der 16-Jährigen auf einen Parkplatz und vollzog an ihr auf dem Rücksitz gegen ihren Willen den Oral- und Geschlechtsverkehr“, so der Staatsanwalt, der hinzufügt: „Die junge Frau wurde dabei an den Haaren gerissen und geohrfeigt.“

Einmal sei der 20-Jährige der Täter gewesen, ein anderes Mal – auf einem anderen Parkplatz- der 21-Jährige. Zur Vergewaltigung eines weiteren 16-jährigen Mädchens durch einen der Beschuldigten sei es auch in Hard gekommen. Ebenfalls im Auto auf einem Parkplatz, und ebenfalls gegen den Willen der Jugendlichen.

Auch der Erstangeklagte bekennt sich zu keinen der Vorwürfe für schuldig.
Auch der Erstangeklagte bekennt sich zu keinen der Vorwürfe für schuldig.

Beim Versuch geblieben

Der 18-jährige Drittangeklagte wird des versuchten sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigen Person beschuldigt. Wieder dieselbe Masche: „Ich fahre dich nach Hause.“ Stattdessen hätte der junge Mann versucht, ein 16-jähriges Mädchen im Pkw sexuell zu missbrauchen. „Ein plötzlich klingelndes Handy hat die Jugendliche gerettet, denn der Täter ließ daraufhin von ihr ab“, schildert der Staatsanwalt.

Die Verteidiger German Bertsch und Alexander Wirth sprechen für ihre Mandanten in die Bresche, indem sie sagen, die sexuellen Handlungen seien mit dem Einverständnis der angeblichen Opfer geschehen. Das behaupten natürlich auch der Erst- und Zweitangeklagte. Lediglich der Drittbeschuldigte ist geständig, dass er sich an seinem Opfer vergreifen wollte. Wegen der Befragung der Opfer und anderer Zeugen zieht sich der Prozess bis Montag hin, dann wird ein Urteil erwartet.

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