Irdische Kräfte und Naturfreunde

Vorarlberg / 09.12.2022 • 20:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Reinhold Einwallner löst Roman Zöhrer als Vorsitzender der Naturfreunde ab.APA
Reinhold Einwallner löst Roman Zöhrer als Vorsitzender der Naturfreunde ab.APA

Irdische Kräfte Manche staunten bei einer aktuellen Aussendung der Vorarlberger Landespressestelle nicht schlecht. Im Stadtteil Tisis wurde feierlich der Erkundungsstollen für den Feldkircher Stadttunnel angeschlagen. Dieser Stollen trägt auch einen besondere Bezeichnung, wie das Land informiert: „Namensgeberin für den ‚Ingrid-Stollen‘ ist Ingrid Matt: Die Ehefrau des Feldkircher Bürgermeisters Wolfgang Matt (67, ÖVP) hat das Ehrenamt der Tunnelpatin übernommen.“ Damit komme ihr eine „wichtige Aufgabe“ zu, ist Projektleiter Bernhard Braza überzeugt. Während des Baus sei Frau Matt nämlich „die irdische Vertreterin der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der TunnelbauerInnen und Bergleute“. Dadurch solle sie „bei allen Tätigkeiten unter Tage Glück bringen und helfen, Unfälle zu vermeiden“. Grund genug für den Tisner Pfarrer, Stefan Biondi, eine Statue der Heiligen Barbara für das Stollenportal zu segnen.

Ähnliche Aufregung gab es vergangene Woche um Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (41, ÖVP): In einem Doppel-Interview mit einer Freundin, Astrologin Gerda Rogers (80), wurde deutlich, dass das Regierungsmitglied den Sternen offen gegenübersteht: „Ich bin grundsätzlich ein neugieriger Mensch und auch sehr offen für alle möglichen Dinge. Da gibt’s dann schon so Phasen, wo es mir nicht so gut geht. Da ruf ich dann die Gerda an und frag ‚Sag, Gerda, ist das eine blöde Phase, geht die bald wieder vorbei‘?.“ Und Gerda, in dem Fall die irdische Vertreterin der Sterne, habe „immer einen guten Rat“.

 

Naturfreunde statt Partei Die Landespartei zu übernehmen sei nicht Teil seiner Lebensplanung, betont Nationalratsabgeordneter Reinhold Einwallner (49, SPÖ). Zwar wird in Parteikreisen sein Name als mögliche Nachfolge für Interims-Vorsitzende Gabriele Sprickler-Falschlunger (66, SPÖ) immer wieder in den Raum geworfen, Einwallner möchte davon aber nichts hören. Als Sicherheitssprecher seines Klubs fühle er sich im Parlament in Wien wohl.

Sehr wohl übernimmt der Hörbranzer nun aber eine andere Führungsposition: Vergangene Woche wurde er als Vorsitzender der Naturfreunde Vorarlberg präsentiert, als Vorsitzender einer parteinahen Freizeitorganisation. Nach neun Jahren gibt es somit einen Wechsel an der Spitze, über die sich Einwallner freut: „Das steigende Interesse der Menschen ist für mich Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

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