Tourismusausbildung überzeugt österreichweit

Vorarlberg / 11.12.2022 • 17:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen der GASCHT erhielten viel Applaus für ihre Leistung im Schwarzenberger Hotel Hirschen.
Die Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen der GASCHT erhielten viel Applaus für ihre Leistung im Schwarzenberger Hotel Hirschen.

GASCHT beeindruckte bei Präsentation im Bregenzerwald den Verband der österreichischen Schulen für Tourismus.

Bezau Die innovative Vorarlberger Tourismusausbildung der GASCHT, die Gastgeberschule für Tourismusberufe, lässt österreichweit aufhorchen und führte zur Abhaltung eines Bildungskongresses in Vorarlberg: Der Verband der Direktorinnen und Direktoren der österreichischen Schulen für Tourismus kam dafür nach über 20 Jahren zum ersten Mal nach Vorarlberg, um die Lehrinhalte der Vorarlberger Tourismusschulen, insbesondere der jüngsten Ausbildungsschiene, der GASCHT, kennenzulernen. 25 österreichische Tourismusschuldirektoren und -direktorinnen – darunter die Direktionen der Tourismusschulen Klessheim, Villa Blanka und Bad Hofgastein – zeigten sich beeindruckt vom trialen Modell und dem Mehrwissen, das im Zuge der Ausbildung vermittelt wird.

Vorarlberger Kompetenz

Eine Besichtigung der Vorarlberger Tourismusschulen in Bezau mit Direktor Mario Hammerer und in Bludenz mit Direktorin Kathrin Leitner sowie eine Exkursion zum Familienunternehmen Ingo Metzler zählten zum dreitägigen Programm, das auch Klausuren an den Wirtschaftsschulen Bezau und Tourismusschulen Bludenz beinhaltete. Die Kompetenz der drei Vorarlberger Tourismusschulen Bezau, Bludenz und der GASCHT und deren Schaffen eines gemeinsamen Angebots haben österreichweit Vorbildcharakter.

Präsentation in Schwarzenberg

Ein Dinner im Hotel Hirschen in Schwarzenberg bildete ein Highlight für die Gäste. Die Schüler der dritten Klasse der GASCHT verwöhnten gemeinsam mit dem Team des Hauses im Romantikhotel Hirschen mit einem selbst gekochten Menü und bestem Service. Verwendet wurden regionale Zutaten – die GASCHT-Erstklässler hatten dafür in der Vorbereitung auf das Dinner ein Montafoner Steinschaf zerlegt und eingebeizt. Peter Fetz, Gastgeber in zehnter Generation, erläuterte die Philosophie des Hirschens, der zu den 80 Qualitätsbetrieben der GASCHT zählt.

Mehrwissen als Erfolgsrezept

Das Konzept der Gastgeberschule für Tourismusberufe wurde von Direktorin Nicole Okhowat-Lehner im Rahmen der Tagung präsentiert. Das Wissen um die Natur und Region, nachhaltiges Wirtschaften und die Herkunft der Produkte sowie die Praxis in Vorarlberger Vorzeigebetrieben seien ein perfektes Konzept, das sich in vielen Teilen für eine Ausrollung in Ostösterreich empfiehlt. Die Wertigkeit der trialen Ausbildung wurde ebenso diskutiert wie die Verknüpfung von Schule und Praxis in Qualitätsbetrieben, ergänzt mit externen Betrieben und digitalen Kursangeboten.

Neue Ideen willkommen

Leo Wörndl (Tourismusschule Klessheim) resümiert: „Beim Tourismus ist es genauso wie in der Ausbildung: Querdenker haben hervorragende Möglichkeiten. So wie es immer schon war, bringt uns nicht weiter, weder in Betrieben noch in den Schulen. Die GASCHT geht neue, spannende Wege.“ Maria Wiesinger (Bad Hofgastein) ist ebenfalls beeindruckt: „Vorarlberg ist anders, uns beeindruckt vor allem die intensive Zusammenarbeit der GASCHT mit Vorzeigebetrieben.“

Mehr Tourismusnachwuchs

Österreichweit gehen die Lehrlings- und Schülerzahlen für die Tourismusbranche zurück. In Vorarlberg ticken die Uhren anders: Mit einer hohen Weiterempfehlungsrate beeindruckt die GASCHT in einer kürzlich erfolgten Evaluation durch das Land Vorarlberg. Betriebe, Absolventen, Eltern und Schüler wurden befragt, die Ergebnisse erbrachten einen Wiederempfehlungswert von 89 Prozent, bei den Betrieben sind dies sogar 100 Prozent.

Obwohl zahlreiche Schulen wegen der Coronakrise Schüler verloren haben, ist Vorarlberg jenes Bundesland, das dank GASCHT einen Zuwachs von 4,2 Prozent verzeichnet. Zugleich konnte die Abbrecherquote reduziert werden. Die österreichische Delegation zeigte sich beeindruckt von den Zahlen und der präsentierten Praxis im Schwarzenberger Hotel Hirschen.

„Uns beeindruckt die intensive Zusammenarbeit der GASCHT mit Vorzeigebetrieben.“

Ulrike Rauch-Keschmann (Tourismusministerium), Verbandsobmann Jürgen Kürner, Kathrin Leitner (Tourismusschulen Bludenz), Hotelier Peter Fetz, GASCHT-Direktorin Nicole Okhowat-Lehner, Andreas Kappaurer (Bildungsdirektion), Mario Hammerer (Bezauer Wirtschaftsschulen).
Ulrike Rauch-Keschmann (Tourismusministerium), Verbandsobmann Jürgen Kürner, Kathrin Leitner (Tourismusschulen Bludenz), Hotelier Peter Fetz, GASCHT-Direktorin Nicole Okhowat-Lehner, Andreas Kappaurer (Bildungsdirektion), Mario Hammerer (Bezauer Wirtschaftsschulen).

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