Der See ist in Dornbirn

Vorarlberg / 13.12.2022 • 22:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
inatura-Kuratorin Ines Linke erklärt, wie das Fischeangeln funktioniert.  VN/Hartinger
inatura-Kuratorin Ines Linke erklärt, wie das Fischeangeln funktioniert.  VN/Hartinger

Neue Sonderausstellung zum Thema Bodensee in der inatura.

dornbirn Der Bodensee ist seit Dienstag in Dornbirn angekommen. In der inatura beleuchtet eine Sonderausstellung den rund 50 Milliarden Kubikmeter Wasser fassenden See, der gespeist wird vom Wasser des Alpenrheins und anderer Zuflüsse. Er bildet das Kernstück der vielfältigen Region im Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. „Dieses Grenzüberschreitende spiegelt sich auch in der Zusammenarbeit der verschiedenen Ressorts für diese Ausstellung wider“, erklärte Ruth Swoboda bei der Eröffnung der Ausstellung. Während in den 1970er-Jahren der See von der OECD in die „Liste der verfaulenden Weltgewässer“ aufgenommen wurde, sei er heute ein Vorbild, weiß die geschäftsführende Direktorin der inatura.

Die Sonderausstellung auf der Galerie der Erlebnisnaturschau „Der Bodensee – eintauchen – erkunden – erleben“ beleuchtet den See aus verschiedenen Perspektiven. Neben seiner Entstehung und Entwicklung widmet sich die Ausstellung vor allem auch dem Zusammenspiel von Mensch, Flora und Fauna im und am See sowie die aktuelle Situation dieses Herzstücks einer Region.

Verschiedenste Aspekte

„Die Anrainerstaaten des Bodensees haben insgesamt vier Milliarden Euro in die Kanalisation investiert, Österreich insgesamt eine Milliarde Euro. Heute ist er ein Naturparadies“, schildert Thomas Blank, Leiter der Wasserwirtschaft Vorarlberg, wie sich die Wasserqualität durch den gemeinsamen Einsatz verbessert hat. Ein 3D-gefrästes Relief erlaubt Blicke in den Bodensee und zeigt interessante Facts über den Bodensee, erklärt Ausstellungskurator Mathias Gort eine der Stationen. Auf Knopfdruck wird beispielsweise auf dem Relief sichtbar, was bei Hochwasser passiert.

Die Themen Wasserverschmutzung oder -reinhaltung sind ebenfalls Teil der neuen Ausstellung. Interaktive Spiele wie das Fischeangeln oder das Malen mit Wasser auf einem speziellen Tablet lassen nicht nur Kinderaugen aufleuchten. Im „Lebensraum Schilf“ werden nicht nur die wichtige ökologische Funktion der Pflanze und die Vorzüge dieses Baustoffes aufgezählt, auch „im Schilf lebende und gefährdete Tiere, wie beispielsweise die Rohrweihe, werden exemplarisch aufgegriffen“, erzählt Ausstellungskuratorin Ines Linke und Ruth Swoboda ergänzt mit einem Augenzwinkern, dass Tiere in der inatura natürlich nie fehlen dürfen. VN-PAG

Ruth Swoboda und Thomas Blank eröffneten die Ausstellung am Dienstag.  VN/Hartinger
Ruth Swoboda und Thomas Blank eröffneten die Ausstellung am Dienstag.  VN/Hartinger
Der See ist in Dornbirn
“Lebensraum Schilf” ist ein Teil der Sonderausstellung über den Bodensee.VN/Hartinger

Die Sonderausstellung „Der Bodensee – eintauchen – erkunden – erleben” ist bis Oktober 2023 auf der Galerie der inatura zu erleben.

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