Pub Lustenau geschlossen. Doch bald schon soll …

Vorarlberg / 13.12.2022 • 06:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Harlekin-Pub, ein beliebter Treff in Lustenau, steckt in Schwierigkeiten. Es ist derzeit geschlossen. <span class="copyright">VN/Paulitsch</span>
Das Harlekin-Pub, ein beliebter Treff in Lustenau, steckt in Schwierigkeiten. Es ist derzeit geschlossen. VN/Paulitsch

Besitzer ist gestorben, dessen Sohn legte die Konzession zurück. Zahlreiche Verwaltungsübertretungen der Grund.

Lustenau Das Pub in Lustenau ist eine Institution. Wann immer die Gastronomietüren in der Marktgemeinde schlossen, eine Location hatte für Nachtschwärmer stets noch offen: das Harlekin-Pub in der Roseggerstraße.

Darum ist jetzt zu

Doch jetzt ist es zu. Wegen wiederholten Verstößen gegen die Sperrstundenregelung wurde es für Geschäftsführer Markus Hagen (58) mit der Konzession für den Betrieb eng. Wie von der BH Dornbirn zu erfahren war, legte Hagen die Genehmigung zur Führung des Betriebs von sich selbst aus zurück. Ungefähr zur selben Zeit verstarb Hagens Vater, Hauptgesellschafter des Lokals und ebenfalls im Besitz einer Konzession. Da das Pub nun keine Person mit einer für den Standort gültigen Konzession mehr hatte, musste das Lokal zumindest vorübergehend zusperren.

Markus Hagen mit seiner Partnerin Tanja Grabher. Kann sie bald das beliebte Pub in Lustenau wieder eröffnen?<span class="copyright"> franc</span><p class="caption"><p class="caption"> </p>
Markus Hagen mit seiner Partnerin Tanja Grabher. Kann sie bald das beliebte Pub in Lustenau wieder eröffnen? franc

Zahlreiche Anzeigen

Markus Hagen (58), bei den Gästen und in Lustenau als “Pub Mäki” bekannt, räumt Fehler ein. “Ich hatte vor Corona noch die Sperrstunde um 4 Uhr. Danach wurde sie um zwei Stunden reduziert. Es war schwierig für mich, das so einzuhalten. Vor allem rauchende Gäste hielten sich immer vor der Eingangstür auf. Und natürlich ging es da nicht immer leise zu.” Circa 20 Anzeigen wegen Verletzung der Sperrstundenregelung habe er seitdem erhalten. Dass sein Vater als Mitbesitzer einer Konzession, der das beliebte Ausgehlokal im März 1984 öffnete, nun verstarb, brachte Markus Hagen endgültig in die Bredouille.

“Pub Mäki” gelobt Besserung

Dennoch hofft Hagen auf ein baldiges Comeback als Wirt. Seine Hoffnung ruht dabei auf seiner Lebenspartnerin, die über jahrelange Erfahrung in der Gastronomie verfügt. “Sie würde rechtlich die Voraussetzung zur Führung eines Lokals erfüllen. Wir haben alles bereits in die Wege geleitet, dass sie das Pub geschäftsführend in Betrieb setzen kann. Ich hoffe, es gibt bald grünes Licht und wir können wieder aufsperren.” Er selber müsse wohl längere Zeit warten, ehe er wieder ein Lokal öffnen dürfe.

Wie von der BH Dornbirn gegenüber den VN mitgeteilt wurde, sei die Übernahme durch eine Person, welche die Befähigung zum Gastgewerbe und darüber hinaus die geforderte Verlässlichkeit nachweisen könne, durchaus möglich. “Eine Genehmigung kann bei Erfüllung aller Voraussetzungen bereits innerhalb von drei Tagen erteilt werden”, sagt der für gewerberechtliche Fragen zuständige Mitarbeiter, Thomas Humpeler.

Hagen selbst spart in diesem Zusammenhang nicht mit Kritik an sich selbst. “Ich weiß natürlich, dass ich an dieser Situation die größte Schuld trage. Ich will künftig alle Vorkehrungen treffen, dass die Sperrstunde auch tatsächlich eingehalten wird. Es geht ja auch um meine Existenz.”

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