Eklat im Landtag

Vorarlberg / 14.12.2022 • 18:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Aktivisten sorgten am Mittwochvormittag für einen Eklat. Eine Sitzungsunterbrechung war notwendig. VN/Hartinger (5)
Aktivisten sorgten am Mittwochvormittag für einen Eklat. Eine Sitzungsunterbrechung war notwendig. VN/Hartinger (5)

Kurz nach halb elf traten Klimaaktivisten in Aktion. Schließlich wurden sie hinauskomplimentiert.

Bregenz Die Budget-Landtagssitzung begann in gewohnter Manier. Landeshauptmann Markus Wallner hielt seine Rede zum Voranschlag für das Jahr 2023. Kaum hatte er nach seinem 30-minütigen Beitrag seine Unterlagen zusammengepackt und FPÖ-Chef Christof Bitschi sich für seine Rede bereit gemacht, geschah das, was in der Geschichte des Vorarlberger Landtags bislang einmalig war.

„Tunnelspinne stoppen“

Eine Gruppe von Klimaaktivisten entrollte Transparente. „Tunneslspinne stoppen“, „Hört auf den Klimarat“ hieß es darauf. Eine Aktivistin holte ein Manuskript heraus und wollte eine Rede halten. Doch dazu kam es nicht. Sie wurde sofort von Landtagspräsident Harald Sonderegger unterbrochen. Der Landtagspräsident machte deutlich: “Hier wird keine Rede außerhalb des Plenums gehalten. Bitte halten sie sich an die Hausregeln.” Mehrmals richtete Sonderegger seinen Appell an die Aktivistin und an einen weiteren Vertreter der Umweltgruppe “Extinction Rebellion”, der sich mit einem vorbereiteten Text an die Abgeordneten wenden wollte.

Trotz mehrmaliger Aufforderung, ihre Aktionen einzustellen, ließen sich die Aktivisten nicht stoppen. Der Landtagspräsident unterbrach die Sitzung, der Ordnerdienst und anwesende Polizisten trugen die Ruhestörer hinaus. Es kam darauf auch zu heftigen Diskussionen der Abgeordneten untereinander. Nach 20 Minuten konnte die Sitzung wieder aufgenommen werden. VN-HK

Vor dem Landhaus wartete bereits die Polizei auf die Aktivisten.
Vor dem Landhaus wartete bereits die Polizei auf die Aktivisten.
Das Sicherheitspersonal im Landtag hatte alle Hände voll zu tun.
Das Sicherheitspersonal im Landtag hatte alle Hände voll zu tun.

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