Haus gefunden, ­Mitarbeiter gesucht

Vorarlberg / 14.12.2022 • 18:49 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Land hat das Haus in der Allgäustraße von der Lebenshilfe gekauft. 
Das Land hat das Haus in der Allgäustraße von der Lebenshilfe gekauft. 

In der Asylunterkunft in Hörbranz ist 24-Stunden-Betreuung geplant.

Hörbranz Knapp 75 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge befinden sich derzeit in Vorarlberg. In etwa genauso viele sollten noch aufgenommen werden. Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker (Grüne) hatte bereits Anfang Dezember angekündigt, dass man gerade dabei sei, zwei weitere Unterkünfte für je 20 Kinder und Jugendliche auszubauen bzw. zu eröffnen. Mittlerweile steht fest: Eine Unterkunft befindet sich in Hörbranz. Wie am Dienstagnachmittag bekannt wurde, hat das Land Vorarlberg das ehemalige Lebenshilfe-Wohnheim an der Allgäustraße gekauft. Die Eröffnung ist im März 2023 geplant. Am 10. Jänner findet eine gemeinsame Informationsveranstaltung von Land, Gemeinde und ifs statt. „Wir haben gesagt, wir wollen uns gemeinsam auf den Weg machen und vor allem auch gut informieren. Ich hoffe, dass bei der Informationsveranstaltung auch allfällige Bedenken oder Vorbehalte ausgeräumt werden können“, sagt Bürgermeister Andreas Kresser.

Vorgesehen ist, dass die minderjährigen Flüchtlinge rund um die Uhr von Mitarbeitern des Instituts für Sozialdienste (ifs) betreut werden. In Hohenweiler, wo es bis 2019 eine vergleichbare Unterkunft gab, habe man sehr positive Erfahrungen damit gemacht, berichtet Kresser. Dass die Flüchtlinge in Hörbranz auch in die Schule gehen, damit rechnet der Bürgermeister eher nicht. In der Regel seien sie über 14 Jahre alt. Im Einzelfall müsste man sich das dann genauer anschauen. „Das ist natürlich immer eine Frage der Kapazität der Schule“, ergänzt er. Das Haus ist gefunden, was jetzt noch fehlt, sind die Mitarbieter. „Wir rechnen mit zwölf Mitarbeitern, da die meisten in Teilzeit arbeiten“, erläutert ifs-Geschäftsführerin Martina Gasser. Bewerbungen seien jederzeit sehr willkommen. In Hohenweiler habe man eine sehr gute Kooperation mit der Gemeinde und  Ehrenamtlichen gehabt. „Wir freuen uns daher total, dass wir wieder in diese Gegend kommen“, unterstreicht Gasser. VN-GER

„Das ist natürlich immer eine Frage der Kapazität der Schule.“

Bald ziehen hier Flüchtlinge ein. Die Lebenshilfe ist vor rund zwei Jahren in einen Neubau gegenüber dem Eco Park übersiedelt. VN/Paulitsch
Bald ziehen hier Flüchtlinge ein. Die Lebenshilfe ist vor rund zwei Jahren in einen Neubau gegenüber dem Eco Park übersiedelt. VN/Paulitsch
Haus gefunden, ­Mitarbeiter gesucht

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.