Gaißau investiert rund 750.000 Euro

Vorarlberg / 15.12.2022 • 16:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Reinhold Eberle im Sitzungsraum des sanierten Gemeindeamts Gaißau. AJK

Bürgermeister Reinhold Eberle im Sitzungsraum des sanierten Gemeindeamts Gaißau. AJK

5,5-Millionen-Budget für das Jahr 2023 der Gemeinde beschlossen – alle Beschlüsse erfolgten 2022 einstimmig.

GAISSAU Das Budget der Gemeinde Gaißau für das Jahr 2023 liegt mit knapp 5,5 Millionen Euro um etwa 400.000 Euro über dem Voranschlag für 2022. Die Investitionen betragen im kommenden Jahr rund 750.000 Euro. Die größte Summe davon ist mit etwa 350.000 Euro für den Gehsteigbau samt Leitungsarbeiten entlang der L 19 vorgesehen.

Einstimmige Beschlüsse

Wie Bürgermeister Reinhold Eberle berichtet, wurde der Voranschlag für 2023 von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen. „Im zu Ende gehenden Jahr gab es ausschließlich einstimmige Beschlüsse. Wir besprechen die anstehenden Themen jeweils gemeinsam mit den Fraktionen. Natürlich gibt es ab und zu unterschiedliche Ansichten, aber im Gespräch konnten wir uns stets einigen.“ Dafür bedankte sich Bürgermeister Eberle auch beim gemeinsamen Abendessen nach dem Ende der Sitzung.

Auch Gaißau mit seinen rund 1900 Einwohnerinnen und Einwohnern muss auf die gestiegenen Energiepreise reagieren. Deshalb wurden für 2023 sämtliche Ansätze in diesem Bereich verdoppelt. Ebenso sind für die Darlehen neu anstelle von bisher 0,5 Prozent jetzt 2,5 Prozent an Zinsen vorgesehen. „Obwohl wir aber auch ein neues Mannschaftsfahrzeug für die Feuerwehr um rund 70.000 Euro anschaffen müssen und das renovierte Gemeindeamt eine Photovoltaikanlage für etwa 30.000 Euro erhält, können wir noch 66.000 Euro den Rücklagen zuführen. Es müssen keine neuen Darlehen aufgenommen werden.“ Gaißau kann im kommenden Jahr aus der Investitionsmilliarde des Bundes auch mit dem Betrag von 195.000 Euro rechnen.

Feuerwehrgerätehaus

Bis zum Jahr 2028 soll das neue Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Gaißau bezugsfertig sein. Bisher standen drei Standorte zur Auswahl, einer schied wegen ungeeigneter Zufahrtsmöglichkeiten inzwischen aus. Die Entscheidung soll im kommenden Jahr fallen, wie Reinhold Eberle berichtet. Beide möglichen Baugrundstücke liegen im Bereich Ortszentrum.

Lob für das Gemeindeamt

Inzwischen haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im neuen Gemeindeamt bestens eingewöhnt. „Wir erhalten auch aus der Bevölkerung zahlreiche positive Rückmeldungen.“ Der großzügige Umbau ermöglicht etwa den barrierefreien Zugang zum Bürgerservice. Die Decke im Sitzungsraum der Gemeindevertretung konnte angehoben werden, zudem ist das 1885 errichtete einstige Schulhaus deutlich stabiler geworden. Reinhold Eberle: „Die alten Balkendecken haben noch mitgeschwungen.“ Einige gestalterische Maßnahmen stehen noch an, grundsätzlich ist das Vorhaben aber abgeschlossen. Die thermische Sanierung des Hauses trägt dazu bei, Energie einzusparen. „In vielen Bereichen sorgen Bewegungsmelder dafür, dass Licht nicht zu lange brennt.“ Gaißau setzt auch beim Christbaum ein Zeichen: Auf die Beleuchtung wurde verzichtet, dafür gibt es Christbaumkugeln. AJK

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