Mehr Platz für Tostner Volksschüler

Vorarlberg / 15.12.2022 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Volksschule Tosters soll nicht nur neue Räumlichkeiten, sondern auch ein neues pädagogisches Konzept bekommen.  <span class="copyright">L. MATHIS</span>
Die Volksschule Tosters soll nicht nur neue Räumlichkeiten, sondern auch ein neues pädagogisches Konzept bekommen.  L. MATHIS

Einstimmiger Beschluss der Stadtvertretung für Erweiterung.

Feldkirch Die Volksschule Tosters ist an ihre Kapazitätsgrenze angelangt. Gründe dafür sind u. a. die in den letzten Jahren gestiegenen Anforderungen an die Pädagogik (Deutschförderklassen, Vorschulklassen, Schulsozialarbeit etc.). Auf der Sitzung der Stadtvertretung am Dienstagabend wurden die Weichen für eine Erweiterung des Schulgebäudes gestellt.

Investition von zehn Millionen Euro

„Mit diesem Beschluss setzen wir ein klares Zeichen“, freut sich Bürgermeister Wolfgang Matt über den einstimmig gefassten Grundsatzbeschluss, „Investitionen in die Bildungsinfrastruktur sind immer auch Investitionen in unsere Zukunft.“ Um die akute Raumnot in der Volksschule zu beheben, ist ein Erweiterungsbau für rund zehn Millionen Euro vorgesehen. „Ich bin froh, dass wir diesen Grundsatzbeschluss fassen konnten“, so die zuständige Schulstadträtin Nathalie Koch, „denn damit reagieren wir auf das Bevölkerungswachstum sowie auf die Anforderungen der modernen Pädagogik“.

Inklusive Pädagogik

Erstmals wird dafür in Feldkirch eine bestehende Schule als Clustermodell erweitert. Nach den Arbeiten wird die Volksschule Tosters Platz für bis zu 340 Schüler bieten. Neben Regelklassen und Gruppenräumen wird das Schulgebäude dann auch Lernmarktplätze, Therapieräume und einen offenen Bereich für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung inkludieren. Zudem ermöglicht der Erweiterungsbau auch die Umsetzung inklusiver Lernsettings. Schulische Inklusion bedeutet, dass alle Schüler, unabhängig von ihren Fähigkeiten oder Beeinträchtigungen sowie von ihrer ethnischen, kulturellen oder sozialen Herkunft, miteinander in „einer Schule für alle“ unterrichtet werden. In Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion wurde dazu unter Berücksichtigung der Vorgaben der Behindertenrechtskonvention ein Konzept entwickelt. Dieses sieht vor , dass die Volksschule Tosters, neben einer Sprengelschule wie bisher, auch Angebote im sonderpädagogischen Bereich in Form von zwei Kleinklassen sowie entsprechender Nebenräume bieten soll.

Baubeginn voraussichtlich 2025

Nach dem Grundsatzbeschluss ist auch der weitere Fahrplan fixiert. Bereits im Jänner wird die Ausschreibung für die Generalplanung erfolgen, damit im Herbst 2023 mit den Planungen gestartet werden kann. Im Jänner 2025 sollen die Bauarbeiten schließlich angegangen werden. Läuft alles nach Plan, könnte der Erweiterungsbau im August 2026 fertiggestellt werden, informiert die Stadt.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.