Rankweil baut Schulsozialarbeit aus

Vorarlberg / 15.12.2022 • 16:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ab Jänner verfügen auch die Volksschulen über ein fixes Kontingent an Schulsozialarbeitsstunden.Marktgemeinde
Ab Jänner verfügen auch die Volksschulen über ein fixes Kontingent an Schulsozialarbeitsstunden.Marktgemeinde

Mit Jahreswechsel Angebot auch an den drei Volksschulen in der Marktgemeinde.

Rankweil Ab Jänner 2023 gibt es in Rankweil an allen Pflichtschulen Schulsozialarbeit. Dafür stockt die Marktgemeinde das Kontingent um 10 Stunden auf insgesamt 40 Wochenstunden auf. Die Hälfte des Stundenkontingents wird aus dem Gemeindebudget finanziert.

Steigender Bedarf

„Wir bemerken, dass der Bedarf in der jungen Altersgruppe steigt. Je früher wir auf schwierige Entwicklungen reagieren, desto eher entlasten wir die nachgelagerten Systeme“, erklärt Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall die Entscheidung das Angebot auszubauen. „Prävention statt Reparatur ist ein wichtiger Ansatz, bei dem wir möglichst früh Unterstützung anbieten möchten – entsprechend der Initiative ‚Kein Kind zurücklassen‘“, führt die Gemeindechefin weiter aus. Neben den beiden Mittelschulen West und Ost werden ab Jänner auch die drei Volksschulen Montfort, Markt und Brederis über ein fixes Kontingent an Schulsozialarbeitsstunden verfügen.

„Wir sind neutrale Ansprechpartner und begegnen Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe. Durch unsere laufende Präsenz an den Schulen kennen uns die Schüler und bekommen vieles frühzeitig mit. Das ist wichtig, um präventiv tätig zu werden – viele würden von sich aus nicht den Weg in eine Beratung finden“, erklärt Schulsozialarbeiterin Jennifer Kogler.

Drei Säulen

Schulsozialarbeit ist eine von drei Säulen im psychosozialen Unterstützungssystem an Rankweils Schulen. Sie beinhaltet neben Einzel- und Gruppenberatungen, Erziehungsberatung und Konfliktmoderation auch Coaching von Pädagogen, Prävention sowie Stärkung der Sozialkompetenz und der Klassengemeinschaft. Bei Bedarf auch unter Einbindung des sozialen Umfelds und in Kooperation mit der Jugendberatung ifs-mühletor oder der Offenen Jugendarbeit. Ergänzend gibt es das Angebot der pädagogischen Beratungslehrer und den schulpsychologischen Dienst.

Die anderen beiden Säulen des Unterstützungssystems sind pädagogische Beratungen beim Schulwechsel oder bei Lernproblemen sowie der schulpsychologische Dienst, der bei akuten Krisen wie Unfällen oder Todesfällen zum Einsatz kommt.

„Prävention statt Reparatur“ laute der Ansatz, wie Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall erklärt.
„Prävention statt Reparatur“ laute der Ansatz, wie Bürgermeisterin Katharina Wöß-Krall erklärt.

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