Warnung vor illegalem Welpenhandel

Vorarlberg / 15.12.2022 • 22:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Warnung vor illegalem Welpenhandel
“Augen auf beim Welpenkauf” sagt die Tierschutzombudsfrau. hartinger

Bregenz Vor Weihnachten blüht das illegale Online-Geschäft mit Hundewelpen und Jungkatzen. Die Tierschutzombudsstelle Vorarlberg warnt vor den katastrophalen Bedingungen unkontrollierter Zuchten in Osteuropa. Missbildungen, Krankheiten, Qualzuchten und irreparable Schäden durch zu frühe Trennung von Mutter und Wurfgeschwistern sind Folgen des fragwürdigen Angebots. Seit Oktober erschwert eine neue Novelle den Handel mit Hundewelpen durch das Mindesteinfuhralter von 16 Wochen.

„Wer Welpen verschiedener Rassen in großer Zahl anbietet, keine Adresse angibt, an öffentlichen Plätzen aus dem Kofferraum verkauft oder an die Haustür liefert, ist kein seriöser Züchter“, erklärt Tierschutzombudsfrau Karin Keckeis. Die Tierschutzombudsstelle Vorarlberg warnt vor dem organisierten Online-Handel mit Hundewelpen und Jungkatzen und weist auf die massiven Kollateralschäden der illegalen Zuchten hin. „Der Verzicht auf den Kauf über das Internet oder Social-Media-Plattformen hilft gegen dieses tierverachtende Geschäft“, appelliert Keckeis an angehende Herrchen und Frauchen.

Ein Lichtblick im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel ist die seit Oktober 2022 gültige Novelle der Veterinärbehördlichen Binnenmarktverordnung (BVO).

Neues Mindestalter

Sie legt das Einfuhralter von Welpen in Österreich auf 16 Wochen fest und schließt damit eine Lücke. Ein längst überfälliger Schritt, wie Keckeis betont: „Die neue Novelle erschwert den unseriösen Handel mit jungen, ungeimpften Hunden. Jetzt liegt es an den Menschen, das Beste für ihre Tiere zu wollen und das Richtige zu tun.“

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