Das sagt Sepp Möth zur verschwundenen Ginkugel

Vorarlberg / 16.12.2022 • 11:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das sagt Sepp Möth zur verschwundenen Ginkugel
Sepp Möth wehrt sich gegen jeden möglichen Verdacht. VOL/Mayer, VN/Steurer

Die verschwundene Kugel voller Gin im Bodensee zieht ihre Kreise bis nach Vorarlberg.

Bregenz, Romanshorn Eines konnten die eidgenössischen Ermittler im Fall der verschwundenen Ginkugel gegenüber der VN bereits ausschließen: “Es gibt keine Hinweise darauf, dass Österreicher hinter dem Diebstahl stecken.”

kurios

Der Fall ist durchaus kurios: 800 Kilogramm wiegt die Kugel, die mit 220 Liter Gin in etwas über 20 Meter Tiefe gelagert wurde, um der Spirituose einen besonderen Reifungsprozess zu ermöglichen. Nun ist die Kugel verschwunden. Wie die schwere Kugel aus der Tiefe entfernt wurde, ist bislang ein Rätsel.

Im August 2020 barg Sepp Möth seinen Wein aus dem Bodensee. <span class="copyright">VOL/MAyer</span>
Im August 2020 barg Sepp Möth seinen Wein aus dem Bodensee. VOL/MAyer

Und der Hinweis auf Österreich? Mit Sepp Möth und seinem Projekt Tiefenrausch hatten die Romanshorner ein Vorbild am Bregenzer Bodenseeufer. Der Winzer versenkte 2019 gleich zwei je 1000 Liter fassende Fässer mit Wein auf 60 Meter Tiefe und erregte damit international Aufsehen.

Die Weinbergung 2020

Aufgrund Ihrer Datenschutzeinstellungen wird an dieser Stelle kein Inhalt von Youtube angezeigt.

Der Bregenzer Winzer sah sich jedenfalls aufgrund der Berichterstattung zur verschollenen Ginkugel genötigt, Stellung zu beziehen. So versendete der Betreiber des Heurigen in Bregenz eine Klarstellung an seine Kunden: “Wir schenken auch nächstes Jahr keinen Gin in unserem Heurigen und Weingut aus”, betont er nicht ganz ohne Augenzwinkern in einer Kurznachricht per Whatsapp. Ganz ohne Spitze gegen die Romanshorner Manufaktur ging es dabei jedoch nicht.

Das sagt Sepp Möth zur verschwundenen Ginkugel

Gegenüber den VN erinnert Möth aber daran, dass es auch für ihn nicht immer problemlos ging. Bei Sichtweiten von weniger als einem halbem Meter wurde etwa der Rotwein zu früh geborgen, da man ihn mit dem Weißwein verwechselte. Auch fand sein Team die Fässer im trüben Wasser nicht immer im ersten Anlauf, trotz GPS-Verortung.

Ein mehrere hundert Kilo schweres Behältnis vom Bodenseeufer zu bergen, erfordert etwas Aufwand. <span class="copyright">VOL/Mayer</span>
Ein mehrere hundert Kilo schweres Behältnis vom Bodenseeufer zu bergen, erfordert etwas Aufwand. VOL/Mayer

Alles in allem zeigte bereits das Projekt Tiefenrausch mögliche Herausforderungen, die der Bodensee bereit stellt – und welchen Aufwand die vermeintlichen Diebe auf sich genommen haben müssten.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.