Landwirtschaft konstatiert “herausfordernde Marktlage”

Vorarlberg / 16.12.2022 • 19:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Josef Moosbrugger ist mit dem von der EU ausgerufenen „Green Deal“ nicht einverstanden. VN
Josef Moosbrugger ist mit dem von der EU ausgerufenen „Green Deal“ nicht einverstanden. VN

Bregenz Bei der Vollversammlung der Vorarlberger Landwirtschaftskammer verwies Präsident Josef Moosbrugger auf die großen Herausforderung der heimischen Bauern für die nahe Zukunft. Sein sorgenvoller Blick gilt vor allem der Kostensituation mit den stark steigenden Preisen für Betriebsmittel, die im Premiumsegment und am Biomarkt zu deutlichen Umsatzeinbrüchen geführt hätten.

Moosbrugger nimmt in diesem Zusammenhang auch den Handel in die Pflicht. Dieser solle zu seinen Forderungen gerade auch im Tierwohlbereich stehen und für entsprechende Transparenz bei Angebot und Absatz sorgen. „Es kann schließlich nicht sein, dass höhere Standards und Kosten einzig und allein der Landwirtschaft umgehängt werden, während der Handel im besten Sinne des Wortes handelt“, betont Moosbrugger.

Es müsse öffentlich kommuniziert werden, dass die heimischen Betriebe, die mit höheren nationalen Standards arbeiten, zunehmend unter Druck geraten und auf Kosten von Eigenmarken und Billigimporten ausgelistet würden. Scharfe Kritik richtet der Vorarlberger Landwirtschaftspräsident an der EU-Strategie des  „Green Deal“. Sie verfolge das „widersinnige Ziel“, Lebensräume in den Zustand längst vergangener Zeiten zurückzuversetzen.

Die Land- und Forstwirtschaft, so Moosbrugger, sei die einzige Branche, die in Summe mehr CO2 binde, als ausstoße. VN-HK

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