Lecher Zentrumsbau geht in die Winterpause

Vorarlberg / 16.12.2022 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hier sollen im Frühjahr 2024 Geschäfte einziehen. Angedacht ist ein Shop-in-Shop-Konzept.
Hier sollen im Frühjahr 2024 Geschäfte einziehen. Angedacht ist ein Shop-in-Shop-Konzept.

Im Frühling steht die vierte und letzte Bauetappe an.

Lech Das neue Lecher Gemeindezentrum nimmt langsam, aber sicher Gestalt ab. Nachdem das Gerüst abgebaut wurde, hat man seit Kurzem erstmals freien Blick auf die fast fertige Holzfassade. Auch die Namen der beiden Gebäude, die im Untergrund über eine zweigeschossige Tiefgarage miteinander verbunden sind, stehen bereits fest. In das „Dorfhus“ werden das Gemeindeamt und Lech Zürs Tourismus einziehen; im Erdgeschoss sind neben der Kommunikations- und Servicestelle für Gäste und Einheimische nach der Fertigstellung auch eine Bibliothek und der Postpartner zu finden. In das zweite Gebäude, die „Lechwelten“, kommen Geschäfte und Gastronomie, ein Konzert- bzw. Veranstaltungssaal sowie Räumlichkeiten für die Musikschule und Trachtenkapelle.

Für heuer sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen. Im Winter wird laut Bürgermeister Gerhard Lucian lediglich im Untergrund noch etwas gearbeitet. Anlässlich der Fertigstellung der dritten Bauetappe haben die Verantwortlichen am Freitag zu einem Rundgang durch das neue Dorfzentrum geladen. 

Ein Schlupf

Der Zugang für die Saalbesucher sei wie ein Schlupf, sagt Architekt Christian Matt. „Wir haben einen relativ moderaten Eingang und eine relativ knappe Stiege. Dort gibt es ein Gedränge. Dann geht man rauf und alles geht auf“, beschreibt Matt die Idee dahinter. Der Saal, der auch über eine Galerie verfügt und für verschiedenste Veranstaltungsformate gedacht ist, kann mit Holztrennwänden in drei Säle unterteilt werden. „Die Raumhöhe von neun Metern ist auch für die Akustik wichtig“, ergänzt der Architekt. Die 500 Quadratmeter große Handelsfläche könnte laut Gemeindevertreter Johannes Pfefferkorn bei Bedarf auf das erste Untergeschoss erweitert werden. Angedacht ist ein Gesamtkonzept. Einen fixen Handelspartner gebe es derzeit noch nicht, so Pfefferkorn. In der Tiefgarage sind nicht nur 150 Stellplätze und eine Vorbereitungsküche, sondern auch der Check-in für Gäste, die nach Oberlech wollen, eingeplant. Wenn es nach den Verantwortlichen der Gemeinde geht, soll vor dem Gebäude auch bald eine Begegnungszone entstehen. „Wir haben beim Land schon angesucht“, erläutert Bürgermeister Lucian. Die Fertigstellung des 47,5-Millionen-Euro-Projekts ist für November 2023 geplant. Die Eröffnung soll im Mai 2024 erfolgen. Die Monate dazwischen sind für die Inbetriebnahme reserviert. vn-ger

Alles in Holz: Im Hintergrund der Computeranimation ist die Saal-Garderobe zu sehen. Dorner/Matt
Alles in Holz: Im Hintergrund der Computeranimation ist die Saal-Garderobe zu sehen. Dorner/Matt
Außen sind das „Dorfhus“ (links) und die „Lechwelten“ (rechts) schon fast fertig. VN/Steurer
Außen sind das „Dorfhus“ (links) und die „Lechwelten“ (rechts) schon fast fertig. VN/Steurer

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