Freie Bahn für die VS Forach

Vorarlberg / 18.12.2022 • 16:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das Gelände im Dornbirner Forach dürfte alsbald bebaut werden.VN/pes
Das Gelände im Dornbirner Forach dürfte alsbald bebaut werden.VN/pes

Stadtvertretung vergibt im dritten Anlauf die Generalplanung.

Dornbirn Die Volksschule Forach kann nun geplant werden. Eine Mehrheit von 29 zu sieben Stadtvertretern stimmte in der Sitzung der Stadtvertretung am Donnerstagabend für die Vergabe der Generalplanung. Die Neos lehnten den Projektstart geschlossen ab, die Grünen waren gespalten.

Knapp 28 Millionen Euro werde der Schulneubau kosten, erklärte eingangs Bürgermeisterin Andrea Kaufmann. Das Schulhaus in Modulbauweise auszuführen, wurde nach gründlicher Prüfung aus Kosten- und Zeitgründen verworfen, stattdessen wird etwa an der Kubatur der Turnhalle, der statischen und räumlichen Struktur und der Ausstattung gespart. Die Qualität des Schulgebäudes werde dadurch nicht gemindert, versicherte Hochbaustadtrat Christoph Waibel (FPÖ). „In drei Wochen haben wir drei Millionen Euro herausgespart, ohne dass eine Einschränkung für den Lehrbetrieb in Kauf genommen werden muss“, erklärte er. „Sie können mich daran messen, im Sommer 2026 wird eingezogen“, legte er sich fest.

„Bewusst Rute ins Fenster gestellt”

Tiefbaustadtrat Markus Fäßler (SPÖ) stellte in seiner Wortmeldung klar: „Das Wichtigste ist: Diese Schule kommt.“ Trotz dieser Einmütigkeit gab es zwischen den beiden Stadträten einen Disput. Denn Waibel pochte darauf, dass ein Verschieben des Projekts nie zur Diskussion gestanden habe, Fäßler aber den rechtzeitigen Start sogar mit seinem Ja zum Budget verknüpft hatte. „Ich habe bewusst die Rute ins Fenster gestellt, denn so ein Projekt kann erfahrungsgemäß auch Mal aus dem Budget herausfallen“, verwies er auf seine Erfahrung als Stadtvertreter. Bei seinem Nein zu dem Bauprojekt blieb Grünen-Stadtvertreter Wolfgang Juen. „Alle unsere Vorschläge, den Standort offen zu verhandeln, wurden verhindert“, beklagte er. Den Vorwurf, seine Fraktion sei belogen worden, wies die Bürgermeisterin jedoch zurück. „Nach unseren Informationen wurden bestimmte Dinge nicht ausgeführt, von denen man sagte, sie seien ausgeführt worden“, milderte daraufhin Juen seine Kritik ab.

Ausweichschule kein Vorbild

Seine Idee, man hätte sich die Bauweise der Ausweichschule zum Beispiel nehmen sollen, wies Barbara Röser aus der VP-Fraktion zurück. Röser ist nämlich im Beruf die Direktorin der neuen VS Forach und nahm am Donnerstag die Vertretung eines VP-Stadtvertreters wahr. „Die Ausweichschule entspricht nicht der Norm, die eine Schule braucht, wir müssen uns dort sehr einschränken“, erklärte sie.

Juliane Alton, Umweltstadträtin der Grünen, bemühte sich, das Positive an der Situation zu erkennen. So habe die von den Grünen beantragte Vertagung der Entscheidung im Oktober Klarheit in der Kostenfrage gebracht. Zudem hegte sie die Hoffnung, dass zukünftige Entscheidungsprozesse besser verlaufen, so zum Beispiel die Honorarvergabe für Planer besser geregelt werde. „Wir brauchen diese Schule, deswegen werde ich auch, trotz dieser Vorgeschichte, der Vergabe heute zustimmen“, kündigte sie an. Ihr folgten drei ihrer sechs Fraktionskollegen, darunter Jugendstadtrat Aaron Wölfling.VN-pes

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.