Gantner sieht eine stabilisierte ­Flüchtlingssituation

Vorarlberg / 18.12.2022 • 18:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bregenz Christian Gantner (ÖVP), Sicherheitslandesrat, fordert erneut ein strengeres Vorgehen der EU gegen das Schlepperwesen und die illegale Migration: „Ein funktionierender Schutz der EU-Außengrenzen, der insbesondere das Schließen der Balkanroute zur Folge hat, ist unabdingbar“, betont er laut einer Aussendung der Landeskorrespondenz. Dazu würden EU-weite Schwerpunktaktionen der Polizei, abgestimmte Binnengrenzkontrollen und ein einheitliches Visaregime in den Mitgliedsstaaten gehören.

Im Allgemeinen hätte sich die Flüchtlingssituation aber stabilisiert, so Gantner. Vorarlberg hätte sich bei der Quotenerfüllung der Landesgrundversorgung auf den dritten Platz verbessert – bei im Moment 2445 Unterbringungsplätzen. Diese Anzahl soll sich bis Ende des Jahres und bis Ende März nochmals jeweils um 200 erhöhen.

Der Großteil der Unterkünfte seien kleinstrukturierte, organisierte Wohnungen oder von Privaten zur Verfügung gestellte Wohnmöglichkeiten, informiert die Landespressestelle. Im Jahr 2015 wurden die 2150 Unterbringungsplätze demnach in acht Hallenquartieren geschaffen. Man versuche, in diesem Themenbereich nicht zu „polarisieren“, so Gantner: „Wir lösen das Thema einfach und nehmen die Ängste der Menschen ernst.“ Für die Landesregierung sei gleichzeitig aber auch klar, „dass dies nicht sprichwörtlich grenzenlos erfolgen kann“. In diesem Zusammenhang kritisiert er die visumfreie Einreise in manchen Mitgliedsstaaten. MAX

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