Meilenstein für Radweg Dornbirn-Lustenau

Vorarlberg / 19.12.2022 • 16:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Grundstückankäufe sollen Radweg durchs Ried nun ermöglichen.

Dornbirn, Lustenau Die Stadt Dornbirn wird fünf kleinere Grundstücke im Ried erwerben, um damit die Grundlage für eine neue Radwegverbindung zwischen Dornbirn und Lustenau zu schaffen. Den Beschluss dazu fasste am Donnerstag einstimmig die Stadtvertretung. „Als sehr erfreulich“ bezeichnete Bürgermeisterin Andrea Kaufmann die Ankäufe. Die neue Radschnellverbindung nördlich der L204 soll sowohl für Freizeitradler als auch Alltagsradfahrer eine kurze Verbindung zwischen Dornbirn und Lustenau schaffen.

Bald in die Planung

Die neue Route, die als Landesradweg ausgebildet werden soll, startet in der Oberen Gleggen (Bereich Metro), führt unterhalb der Autobahn durch und geht nahezu geradlinig entlang dem Oberen Gleggenweg, dem Mühlgraben bis zur Vorachstraße in Lustenau. Nach dem Erwerb der Grundstücke, der im Rahmen der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung beschlossen wurde, sollten nun rasch die Planungen für die Umsetzung beginnen können, vermeldet das Rathaus.

Skepsis zeigte in der Sitzung zunächst Walter Schönbeck für die FPÖ. „Wir werden zwar den Grundstückankäufen zustimmen“, kündigte er an, „nicht aber einer Radautobahn“. Denn an Landesradwege werden Anforderungen wie Asphaltierung und Beleuchtung gestellt. Befürchtungen, die Tiefbaustadtrat Markus Fäßler zu beruhigen versuchte. „Die Decke des neuen Radwegs sind nur gebunden, nicht geteert. Sie wird nicht zu 100 Prozent versiegelt, Regenwasser kann recht gut versickern“, versprach er.

Kein Aspahlt, keine Verbreiterung

„Es ist klar, dass nicht die üblichen Normen der Landesradwege umgesetzt werden“, ergänzte Umweltstadträtin Juliane Alton (Grüne). Es sei kein Asphalt, keine Verbreiterung, keine Beleuchtung angedacht. Das Gebiet Gleggen verfüge über eine wunderbare Tier- und Vogelwelt. „Der Radweg wird so gestaltet, dass nichts zu Schaden kommt“, sagte Alton. Aber: „Ein paar Eschen werden wir herausbrechen müssen, denn die sind wirklich brüchig und eine Gefahr für Radfahrer“, erläuterte Markus Fäßler.

Vor allem für Pendler gedacht

Die neue Verbindung, an deren Umsetzung bereits seit einigen Jahren gearbeitet wird, soll vor allem Pendlern ermöglichen, besser zwischen Lustenau und Dornbirn mit dem Rad zu fahren. Der angedachte Radweg verbindet den Süden Lustenaus mit dem südwestlichen Dornbirn abseits der großen Straßenverbindung, der L204. Schon heute werden Radrouten weiter nördlich und südlich täglich von Radfahrern genutzt, die das Fahrrad für ihren Weg zum oder vom Arbeitsplatz nutzen. VN-pes

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