Lieferengpässe bei Medikamenten

Vorarlberg / 20.12.2022 • 19:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In Kundl (Tirol) soll ein neues Antibiotika-Werk entstehen. APA/EXPA/ JOHANN GRODER
In Kundl (Tirol) soll ein neues Antibiotika-Werk entstehen. APA/EXPA/ JOHANN GRODER

Versorgung in Vorarlberg sei aber gesichert, berichtet Christof van Dellen.

Schwarzach Immer mehr Medikamente sind in den Apotheken derzeit vergriffen, wann Nachschub kommt, ist ungewiss. An die 540 Medikamente sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. „Es gibt Lieferschwierigkeiten. Gewisse Medikamente wie Antibiotika sind nicht lieferbar. Wir können aber auf andere Präparate als Alternative zurückgreifen“, erklärt Christof van Dellen, Vorarlberger Apothekerkammerpräsident.

Es käme immer wieder vor, dass es zu Engpässen kommt. „Momentan merken wir es aber besonders stark, da derzeit viele Influenza-, Erkältungs-, und RS-Viren im Umlauf sind und daher die Nachfrage besonders hoch.“ Auch Schlafmittel und bestimmte Psychopharmaka seien derzeit nicht lieferbar. Den Patienten versuche man zu helfen, in dem man auf Alternativen zurückgreift. „Im Moment haben wir einen Zeitaufwand von etwa ein bis zwei Stunden, um andere Medikamente zu finden.“ Die Patientenversorgung in Österreich sei aber nicht in Gefahr. Bis Ende Jänner erwartet der Apotheker den Höhepunkt der Krankheitswelle.

Die Gründe für die Engpässe sieht van Dellen in der Auslagerung der Produktion in den asiatischen Raum, insbesondere nach China und Indien, wo deutlich günstiger produziert wird. „In Asien werden inzwischen bis zu 90 Prozent der Wirk- und Hilfsstoffe produziert.“ Dies führe zu einer Abhängigkeit Europas.

In China und Indien werden 90 Prozent der Wirk- und Hilfsstoffe von Medikamenten produziert. Das führt zu einer Abhängigkeit Europas.

engpässe Die Versorgung sei nicht in Gefahr, betont van Dellen.

engpässe Die Versorgung sei nicht in Gefahr, betont van Dellen.

Du hast einen Tipp für die VN Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@vn.at.