Rupp will hoch hinaus und baut Hochregallager

Vorarlberg / 20.12.2022 • 16:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit einem neuen Hochregallager verdoppelt die Rupp AG bis in etwa einem halben Jahr die Lagerkapazität von aktuell rund 6000 auf 12.000 Palettenplätze. STP

Mit einem neuen Hochregallager verdoppelt die Rupp AG bis in etwa einem halben Jahr die Lagerkapazität von aktuell rund 6000 auf 12.000 Palettenplätze. STP

Standort Hörbranz wird mit dieser Baumaßname erweitert – Fertigstellung im ersten Halbjahr 2023.

Hörbranz Wenn nicht gerade der Nebel die Sicht trübt, dann sticht neben der Autobahn in Hörbranz ein silbern glänzendes, rund 30 Meter hohes Bauwerk ins Auge – die Rupp Käse AG erweitert den Standort mit einer Investition von über elf Millionen Euro um ein Hochregallager.

Platzt aus allen Nähten

Vor 15 Jahren hat Rupp seinen Firmenstammsitz von Lochau (dort entstand das Seedomizil) nach Hörbranz verlagert und damit auch Reserven für eine stete Expansion geschaffen. Wenig später wurden mit der Übernahme der Alma diese Reserven zu einem beträchtlichen Teil ausgeschöpft und vor drei Jahren wurden deshalb Räumlichkeiten im Betriebsgebäude des Federn- und Daunenaufbereiters Kauffmann – später Sleepwell – bezogen. Inzwischen sind auch diese Ressourcen, vor allem die benötigten Lagerkapazitäten, wieder ausgenützt.

Logistik wird optimiert

Folge dieser Platznot: Es muss seit längerem auf Außenlager ausgewichen werden. Das neue Hochregallager bringt deshalb deutliche Verbesserungen in der Logistik, auch betriebsintern. Dies deshalb, weil die Kapazität des bestehenden Hochregallagers mit gut 6000 Palettenplätzen durch den Zubau mit ebenfalls rund 6000 Palettenplätzen nicht nur verdoppelt wird, sondern weil damit auch eine Trennung der Kühlprodukte und der anderen Waren möglich wird. Bisher muss das Hochregallager beide Produktschienen aufnehmen. Dafür waren verschiedene Kühlzonen erforderlich. Künftig sind im neuen Lager die Kühlprodukte vorgesehen, alle anderen Waren werden im bestehenden Hochregallager untergebracht. Das bringt den Vorteil mit sich, dass für dieses neue Gebäude mit externen Energieexperten eine sehr energieeffiziente Kühlanlage konzipiert werden konnte.

Das neue Gebäude, das auf der Nordseite des Komplexes angedockt wird, ist rund 66 mal 16 Meter (1056 Quadratmeter) groß und hat eine – sichtbare – Höhe von etwa 30 Metern. Das Gebäude geht zudem noch rund vier Meter in die Tiefe, so dass insgesamt ein umbauter Raum von fast 36.000 Kubikmetern entsteht.

Rund ein Jahr Bauzeit

Der Baustart war ursprünglich schon 2021 vorgesehen, tatsächlich begannen die Arbeiten erst im Frühjahr dieses Jahres, wobei man in eine Zeit explodierender Kosten hineingeriet. Ursprünglich war das Projekt mit rund neun Millionen Euro veranschlagt, bei Baubeginn ging Rupp davon aus, dass es etwa elf Millionen Euro sein werden.

Trotzdem fasste Rupp den Baubeschluss, weil man davon ausging, dass weiteres Zuwarten die Kosten noch mehr in die Höhe treiben würde. Der eingangs geschilderte akute Platzmangel war ein weiteres Argument für den Baustart. STP

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